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121. Freiberger Kolloquium

24.09.2013

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Bergarbeiter der Wismut beim Bohren eines Sprenglochs, Foto Schlegel, 27.11.1957 (Bundesarchiv, Bild 183-50115-0001/CC-BY-SA)
(©Bundesarchiv)

Am Donnerstag, dem 26. September 2013 wird in das Schloss Freudenstein zu einem Vortrag eingeladen. Dr. Gerhard Barkleit, Dresden, spricht über »Uranbergbau im Kalten Krieg«.

Uran war die Grundlage für die atomare Aufrüstung der Sowjetunion und damit überlebenswichtig für die Supermacht. Unter dem Namen »Wismut« wurden bis 1990 230.000 Tonnen Uran produziert und in die Sowjetunion geliefert. Dort wurde es zu kernwaffenfähigem Material angereichert. Rund um die »Wismut« entstand unter sowjetischer Regie ein Staat im Staate, bis 1990 abgeschottet von der Öffentlichkeit. Der Wissenschaftshistoriker und Diplomphysiker Dr. Gerhard Barkleit wertete gemeinsam mit deutschen und russischen Historikern bislang unzugängliche und nicht genutzte Quellenbestände in russischen Archiven aus. Er bezeichnet den Uranabbau in der DDR als gigantischen Zuschussbetrieb, der seinen Teil zum wirtschaftlichen Ruin der DDR beitrug. In seinem Vortrag wird er neueste Forschungsergebnisse anhand von Bildern und Dokumenten präsentieren.

Das »Freiberger Kolloquium« ist eine Vortragsreihe des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, des Sächsischen Oberbergamts, des Geokompetenzzentrum Freiberg e. V., des Sächsischen Staatsarchivs/Bergarchiv Freiberg, der TU Bergakademie Freiberg und der terra mineralia.

26.09.2013, 19.30 Uhr, Vortragssaal Schloss Freudenstein, Schlossplatz 4, 09599 Freiberg. Der Eintritt ist frei.

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