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800 Jahre städtische Verfassung in Dresden

21.01.2016

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Markgraf Dietrich von Meißen beurkundet die Erwerbung des Gutes Zadel durch das Kloster Altzella, Dresden, 21. Januar 1216 (SächsStA-D, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 200)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Ohne Archive keine Ersterwähnung! Eine Urkunde aus dem Hauptstaatsarchiv, ausgestellt am 21. Januar 1216, liefert den ältesten schriftlichen Beleg für Dresden als ›Stadt‹. Heute steht sie für einen Tag im Rampenlicht.

Nach der ersten schriftlichen Erwähnung Dresdens, die 2006 gefeiert wurde, steht nun ein weiteres historisches Jubiläum an: Eine Urkunde vom 21. Januar 1216 bezeichnete Dresden vor genau 800 Jahren zum ersten Mal als Stadt im rechtlichen Sinn. Das wertvolle Dokument aus dem Bestand des Hauptstaatsarchivs Dresden wird heute für einen Tag im Stadtarchiv ausgestellt. Dr. Eckhart Leisering, Archivar am Hauptstaatsarchiv, präsentiert es dort um 10 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Vortrags.

In der Urkunde vom 21. Januar 1216 bestätigt Markgraf Dietrich »der Bedrängte« von Meißen (1198-1221) Kloster Altzelle den Besitz des Dorfs Zadel (heute Gemeinde Diera-Zehren) geschenkt zu haben. Als Ausstellungsort ist die »civitas Dreseden« genannt. Der Begriff »civitas« – lateinisch sinngemäß für »Bürgergemeinde« – weist darauf hin, dass die nach archäologischen Befunden um 1170/80 gegründete Siedlung Dresden damals bereits über ein Stadtrecht verfügte.


Bild: Ausschnitt mit der Erwähnung der »Stadt Dresden« (»in civitate nostra Dreseden«) (SächsStA-D, Bestand 10001 Ältere Urkunden, Nr. 200)

Ausschnitt mit der Erwähnung der »Stadt Dresden« (»in civitate nostra Dreseden«) (SächsStA-D, Bestand 10001 Ältere Urkunden, Nr. 200) 
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Übrigens befindet sich auch die Urkunde mit der überhaupt ältesten Erwähnung von »Dresdene« – eine Urkunde Markgraf Dietrichs vom 31. März 1206 – im Hauptstaatsarchiv. Die Nachweise in der Internetdatenbank des Sächsischen Staatsarchivs finden Sie hier:


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