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Beständeübersicht

Bestand

11659 Maschinenfabrik Richard Gäbel, Dresden

Datierung1888 - 1947
Benutzung im Hauptstaatsarchiv Dresden
Umfang (nur lfm)15,72
1. Firmengeschichte

Friedrich Adolf Richard Gäbel wurde am 15. Juli 1866 in Dresden geboren.
Nach Beendigung der Schule erlernte er das Mechanikerhandwerk. Am 9. November 1888 gründete Richard Gäbel seine Firma als mechanisches handwerkliches Unternehmen. Er richtete sich in der Pirnaischen Straße 19 eine Werkstatt mit einer Drehbank und einem Schraubstock ein. Die später im Betrieb vorhandenen Bohrmaschinen und Drehbänke mußten über eine Transmission von Hand angetrieben werden. Für die Bedienung des Handrades wurden stundenweise Arbeitskräfte gemietet. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Dresden erfolgte am 11. Juni 1914 auf Folio 13775 und wurde später auf das Handelsregister A 2209 umgeschrieben. Die Betriebsräume auf der Pirnaischen Straße 19 ließen keine Steigerung des Produktionsvolumens mehr zu. Richard Gäbel erwarb deshalb eine alte Ziegelei auf der Josefstraße 39 (heute Caspar-David-Friedrich-Str.). Auf diesem Grundstück entstand durch Umbau der vorhandenen Ziegeleianlagen sowie Neubau einer Montagehalle und eines Verwaltungsgebäudes eine moderne, den Anforderungen entsprechende Fabrik.

Hier begann im Juni 1924 die Produktion, wobei die alten Betriebsanlagen auf der Pirnaischen Straße bis 1939 als Versuchswerkstatt bestehen blieben.
Gleichzeitig wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Richard Gäbel war der Komplementär, seine Ehefrau, Marie Gäbel geb. Otto, und seine drei Kinder, Georg , Elisabeth und Charlotte, die Kommanditisten der Firma mit je einer Einlage von 700 000 Mark. Als Prokuristen waren der Sohn und die Schwiegersöhne, Hermann Weber und Hermann Lohmann sowie Arno Reinhold und Curt Günther in der Firma tätig.
Drei Monate nach dem 50 jährigen Jubiläum, am 25.01.1939, ereignete sich bei Jüterbog ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem Richard Gäbel, Georg Gäbel und drei weitere Mitarbeiter der Firma ums Leben kamen. Auf dem Johannesfriedhof in Dresden-Tolkewitz fand Richard Gäbel seine letzte Ruhestätte. Durch diesen Unfall verlor die Firma die gesamte Betriebsführung. Die Leitung übernahm nun Hermann Weber.

Vor der Jahrhundertwende stellte die Firma Maschinen für die Papier- und Pappwarenindustrie her und befaßte sich mit allgemeinen Reparaturen. Aber bereits 1914 konnten Maschinen für die Süß- und Papierwarenindustrie exportiert werden.
Während des Ersten Weltkrieges produzierte der Betrieb auch Granatzünder.
Zum Produktionsprofil gehörten nach 1918:

• Fransenschneidmaschinen
• Waffel- und Gebäckschneidemaschinen
• Eintafelanlagen
• Plastikmaschinen
• Platzmaschinen für Marzipankartoffeln
• Reliefgießmaschinen
• Einkapsel- und Prägespezialanlagen
• Tabletteneinfüll- und abzählanlagen

Gemeinsam mit der Firma Max Loesch, Dresden, wurde eine vollautomatische Eintafelanlage entwickelt und verkauft.

Die Maschinenfabrik Gäbel beteiligte sich an vielen Ausstellungen und Messen (z.B. Dresdner Hygiene-Ausstellung, Brüsseler Weltausstellung, Pariser Ausstellung, Leipziger Messe).

Die produzierten Maschinen und Anlagen der Firma wurden durch zahlreiche in- und ausländische Patente geschützt. Für die Schokoladeneinkapsel- und Prägemaschine erhielt die Firma Gäbel auf der Dresdner Hygiene-Ausstellung 1930/31 die "Goldene Medaille" sowie auf der Brüsseler Weltausstellung 1935 den "Grand Prix" zuerkannt. Etwa 80% der Erzeugnisse exportierte die Firma in 46 Länder. Im September 1936 verkündete die nationalsozialistische Regierung den Vierjahresplan zur weiteren Verstärkung und Beschleunigung der Aufrüstung. In diesem Zusammenhang wurde der Maschinenfabrik von der Außenstelle des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministeriums eine wehrwirtschaftliche Bedeutung bescheinigt. 1939 lief die Rüstungsproduktion auf vollen Touren. Nur noch 30% der Aufträge waren für zivile Zwecke bestimmt. Die Wehrmachtsaufträge nahmen in den folgenden Jahren einen immer größeren Umfang ein, so daß 1944 nur noch 6% der Produktion Zivilaufträge waren. Eine enge Zusammenarbeit bestand vor allem mit der Torpedoversuchsanstalt in Eckernförde sowie mit den Junkerswerken in Dessau. Für die Absicherung der Zivilproduktion wurde wahrscheinlich 1941/42 auf der Caspar-David-Friedrich-Straße 46 ein Betriebsteil unter der Bezeichnung "Olonga" eingerichtet. Der Betriebsteil "Olonga" war nach dem Bombenangriff auf Dresden am 13./14.02.1945 vollständig zerstört. Im Hauptwerk entstand dagegen nur geringer Sachschaden.

Um 1914 waren in der Firma 60 Arbeitskräfte beschäftigt. Durch die Einberufung der männlichen Arbeiter in die kaiserliche Armee schrumpfte die Belegschaft täglich. Dadurch wurde die allgemeine Arbeitszeit von 60 Stunden pro Woche sowie Überstunden für die verbliebenen Arbeiter insbesondere für die Lehrlinge eingeführt. 1916/17 kam es deshalb zum ersten Lehrlingsstreik in der Geschichte der Firma. Als Folge des Ersten Weltkrieges waren im April 1918 nur noch 23 Arbeitskräfte in der Firma tätig. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich dann aber kontinuierlich und stieg bis 1938 wieder auf 100 an.

Die Firma stellte am 03.01.1941 an das Kommando des Rüstungsbereiches Dresden den Antrag auf Zuweisung von Kriegsgefangenen. Die danach bei der Firma beschäftigten Kriegsgefangenen gehörten dem Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager IV A Kompanie 2/396 (Stalag II 396, Dresden-links Zschertnitz II) an. Bis 1944 waren die Kriegsgefangenen bei der Firma F.C. Theiss, Graphit-Schmelztiegel-Werk, Caspar-David-Friedrich-Straße 46, und im Kriegsgefangenlager "Elysium" untergebracht. Im Februar/März 1944 lief bei der Firma Gäbel der Bau einer Baracke in der Münzmeisterstraße für Kriegsgefangene (mit Wachmannschaft) an. Am 14.05.1944 waren die Arbeiten abgeschlossen.

Von 1942 bis 1945 arbeiteten in der Firma insgesamt 92 sowjetische Kriegsgefangene.
Im Mai 1945 nahmen 150 Leute die Arbeit im Betrieb wieder auf. Als Rüstungsbetrieb wurde die Fabrik von Juni bis August demontiert. Nach Beendigung der Demontage begannen erneut ca. 25 Arbeiter ohne Entlohnung die Produktion wieder aufzunehmen.

Im Zuge der Entnazifizierung und auf Betreiben der Betriebsvertretung enthob die Landesverwaltung Sachsen Hermann Weber seines Amtes als Betriebsführer und setzte den ehemaligen Buchhalter Werner Führitz als kommissarischen Treuhandverwalter ein.
Hermann Weber beging am 12.11.1945 Selbstmord.

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der Betrieb allgemeine Reparaturen von Handwagen, Kochtöpfen und ähnlichen Haushalts- und Wirtschaftsartikeln durch. Aus vorhandenen Materialabfällen konnten zunächst tausende Ziegelabputzgeräte hergestellt werden. Aber bereits im November 1945 produzierte die Firma die erste "Neu-Plastik-Ohnend-Anlage". Die Belegschaftsstärke war auf 85 Mann angestiegen. Mit Beginn des Jahres 1946 standen dem Betrieb 20 Werkzeugmaschinen zur Verfügung. Im April 1946 erhielt der Betrieb einen Reparationsauftrag über die Lieferung von 30 Bonbonprägeanlagen "Neu-Plastik-Ohnend" an die UdSSR. Dieser Auftrag konnte nur unter großen Schwierigkeiten bis zum Jahresende realisiert werden.

Die Firma war schon auf der "Ersten Leipziger Friedens-Messe" vom 08. bis 12.05.1946 mit einem Informationsstand vertreten.

Im Zusammenhang mit dem Volksentscheid in Sachsen wurde die Firma mit Wirkung vom 01.07.1946 in Volkseigentum überführt (Liste A Dresden-Stadt Nr. 38). Bis September 1947 blieb aber folgende Firmenbezeichnung bestehen: Maschinenfabrik Richard Gäbel (Treuhandschaft) Als Betriebsleiter war weiterhin Werner Führitz eingesetzt.

2. Bestandsgeschichte

Die Unterlagen der Maschinenfabrik Richard Gäbel (7,40 lfm; 1899-1947) wurden am 29.11.1989 vom ehemaligen VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden als Teil des zusammengefaßten Bestandes "Vorgängerbetriebe des VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden" an das damalige Staatsarchiv Dresden übergeben. Bis zu diesem Zeitpunkt lagerte der Bestand im Verwaltungsarchiv des VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden, Stammbetrieb des VEB Kombinat NAGEMA Dresden. Wann und in welchem Umfang der Bestand in das Verwaltungsarchiv gelangt ist, konnte nicht ermittelt werden. Wahrscheinlich kamen die Unterlagen 1963 mit der vollständigen Inbetriebnahme des Werkes Reick in das Archiv.

Recherchen ergaben, daß zur Ausarbeitung der 1979 als Broschüre veröffentlichten Betriebsgeschichte die unterschiedlichsten Personen Zugang zu den Unterlagen hatten. Dabei wurden Einzelstücke von den Mitgliedern der Geschichtskommission der Betriebsparteileitung der SED aus den Akteneinheiten herausgelöst. Die Benutzung erfolgte ohne Nachweis. Wahrscheinlich ist durch die Umlagerungen und die unkontrollierten Zugriffe Archivgut verloren gegangen.

3. Bestandsbearbeitung
3.1. Bestandsbildung und -abgrenzung

1980 erfolgte durch die damalige Archivarin des VEB Verpackungsmaschinenbaus Dresden im Rahmen eines Fernstudiums an der Fachschule für Archivwesen in Potsdam eine theoretische Bestandsbildung und -abgrenzung. Diese Fachschulabschlußarbeit war als Grundlage für die Vorbereitung der Abgabe des Bestandes an das zuständige Endarchiv konzipiert. Bei der späteren praktischen Umsetzung wurden aber große Mängel bei der früheren Bearbeitung festgestellt. Im Ergebnis einer eingehenden Prüfung mußte das alte Konzept aufgegeben und eine völlige Neubearbeitung des Bestandes beschlossen werden. Die Bestandsbearbeitung führte von 1987 bis 1989 Herr Scheperski, zu diesem Zeitpunkt als Archivar im VEB Verpackungsmaschinenbau tätig, im Archiv des Betriebes durch. Im Sächsischen Hauptstaatsarchiv wurden die Unterlagen nur aus dem zusammengefaßten Bestand herausgelöst, ohne dabei die Signaturen zu ändern oder andere Bearbeitungen vorzunehmen.

Alle Vorgängerfirmen des VEB Verpackungsmaschinenbaus Dresden bildeten bei der Abgabe einen zusammengefaßten Bestand. Maßgeblich für diese Entscheidung war der geringe Umfang der einzelnen Überlieferungen sowie die enge Verknüpfung der Produktion und Firmenentwicklung. Das Ordnungsmodell des zusammengefaßten Bestandes "Vorgängerbetriebe des VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden" wurde so angelegt, daß die Teilbestände jeweils für sich eine geschlossene Einheit darstellten. Jede Firma bildet im Ordnungsmodell einen Klassifikationspunkt.

Für die Bestandsabgrenzung wurde ein Stichdatum aufgrund der konkreten historischen Entwicklung festgelegt. Für die Maschinenfabrik Richard Gäbel endet der Bestand mit dem Volksentscheid in Sachsen am 30.06.1946.

3.2. Bewertung und Kassation

Das gesamte überlieferte Schriftgut wurde als archivwürdig eingestuft. Deshalb erfolgte nur die Herauslösung und Kassation der Doppelüberlieferung.

3.3. Verzeichnung

Die Verzeichnung jeder Akteneinheit erfolgte ohne Berücksichtigung der vorhandenen Archivsignaturen fortlaufend auf Karteikarten. Dabei kamen die einfache und die erweiterte Verzeichnung zur Anwendung. Die bereits von der früheren Verzeichnung vorhandenen Nummern wurden ebenfalls auf der Karteikarte erfaßt. Diese vergebene Signatur trug aber noch nicht den Charakter einer endgültigen Archivsignatur. In der Konkordanz* erscheint diese Numerierung unter der Spalte Arbeitsnummer. Die gültige Archivsignatur wurde erst nach der Ordnung des Bestandes vergeben. Bei der Verzeichnung konnten keine Registratursignaturen bzw. aktenführenden Stellen nachgewiesen werden. Alle bei der ersten Bearbeitung zu allgemein gefaßten Aktentitel wurden durch einen Enthält-Vermerk präzisiert (z.B. Steuerangelegenheiten, Versicherungsangelegenheiten).

Die Abweichungen zwischen der bereits erfolgten Datierung und der tatsächlichen Laufzeit der Akte wurden ebenfalls berichtigt. In der Regel erfolgt die Wiedergabe der Datierung durch die Jahreszahlen des Anfangs- und Enddatums. Nur bei Einzelstücken bzw. bei Bandreihen (z.B. Verkaufsbücher, Lohnbücher) wurden die Tages- bzw. Monatsangaben aufgenommen. Eine Datierung war aber nicht immer möglich (z.B. Fotos, Prospekte).

Nach Beendigung der Verzeichnungsarbeiten folgte eine Neubeschriftung bzw. ein Austausch der Aktendeckblätter jeder Akte. Die Beschriftungen der Deckblätter waren nun identisch mit den Angaben auf den Karteikarten. Die so entstandene Findkartei wurde 1998 in das Archivprogramm eingegeben und bildet somit die Grundlage dieses Findbuches. Bei der Eingabe in das Archivprogramm blieben die "alten" Signaturen unberücksichtigt.

3.4. Ordnung

Nach Abschluß der Verzeichnung wurde die Findkartei geordnet. Die Grundlage für die Klassifizierung bildete das vom damaligen Staatsarchiv Magdeburg erarbeitete Ordnungsmodell sogenannter "kapitalistischer Industriebetriebe". Dieses Ordnungsmodell mußte für den konkreten Bestand modifiziert werden. Dabei wurden Besonderheiten der Überlieferungslage im Ordnungsmodell berücksichtigt (z.B. Patentunterlagen).

In die innere Ordnung der Akten mußte nicht eingeriffen werden. Ein Eingriff erfolgte nur bei einer vollkommen gestörten Überlieferung. Die von der Geschichtskommission herausgelösten Einzelschriftstücke konnten nicht immer einer Akte zugeordnet werden. Einige Einzelschriftstücke bilden deshalb eine selbständige Akte.

4. Auswertungsmöglichkeiten

Die Unterlagen der Maschinenfabrik Richard Gäbel sind ein wichtiger Bestandteil der Überlieferung im Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden zu Unternehmen des Verpackungsmaschinenbaus.

Über die bereichsspezifischen Aussagen hinaus, lassen sich auch Aufgaben und Wirkungsweisen von kleinen Betrieben im gesamtwirtschaftlichen Gefüge ableiten.

Einen wichtigen Faktor für zukünftige Forschungen können auch die in den Unterlagen enthaltenen Informationen über die Einbindung der Betriebe in die Rüstungsproduktion im nationalsozialistischen Deutschland darstellen.

Die vielen Erinnerungsberichte treffen vorwiegend Aussagen zur Lage der Arbeiter und zur Entwicklung der Arbeiterbewegung mit seinen Organisationen.Scheperski

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Auf die Aufnahme der Konkordanz in das Findbuch wurde verzichtet, da der Bestand seit 1990 in der vorliegenden Bearbeitung im SächsHStA benutzt wird. Die erstellte Konkordanz ist in der Bestandsakte enthalten. Es sind dabei alle drei Signaturen (alte Signatur, Arbeitsnummer, endgültige Archivsignatur) aufgeführt.
Japé, Jürgen: Gewachsen mit dem Sozialismus : Geschichte des VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden, Stammbetrieb des Kombinates NAGEMA, 1871 - 1976. Dresden, 1979

Förderverein für Wissenschaftler, Ingenieure und Marketing Dresden e. V. (Hrsg.): Zur Geschichte des Dresdner Verpackungsmaschinenbaus. Dresden, 2000

Wissenschaftliche Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung e. V. Dresden (Hrsg.): Der Verpackungsmaschinenbau in Sachsen. Dresden, 1997
Statistiken.- Geschäftsberichte.- Wirtschaftsprüfungen.- Verträge.- Arbeitgeberschutzverband.- Betriebsgeschichte.- Lohnunterlagen.- Personalkarten.- Lehrverträge.- Barackenbau für Kriegsgefangene.- Journale.- Sachkonten.- Verkaufsbücher.- Steuern.- Versicherungen.- Patentunterlagen.- Rechtsstreitigkeiten.- Inventuren.- Grundstückspläne.- Kundenkartei.- Zeitungsausschnitte.- Prospekte.- Fotos.
Richard Gäbel gründete 1888 seine Firma als kleine Werkstatt. Er spezialisierte sich auf den Bau von Maschinen für die Papierwarenindustrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Zum Erzeugnissortiment gehörten Eintafelanlagen, Waffel- und Gebäckschneidemaschinen, Einkapselanlagen und Bonbonpressleistenmaschinen. 1924 bezog das Unternehmen einen Fabrikneubau in Dresden-Mockritz. Nach dem Tod des Firmengründers durch einen Verkehrsunfall übernahm der Schwiegersohn Hermann Weber 1939 die Geschäftsleitung. Seit 1937 stieg der Anteil der Rüstungsproduktion stetig an und erreichte 1944 seinen Höhepunkt mit 94 %. Im Werk war dafür eigens eine Sonderabteilung für Rüstungsaufträge gebildet worden. Auf der Grundlage des Volksentscheids in Sachsen vom 30.06.1946 wurde die Firma enteignet und in Volkseigentum überführt. Der Betrieb firmierte nun als VEB NAGEMA Spezialmaschinen Dresden und später als VEB Manag-Werk Dresden.
  • 1998 | Findbuch / elektronisches Findmittel
  • 2024-02-19 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
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