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16.10.2013

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Karte »Völkerschlacht«
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Militärische Lage zu Beginn der Völkerschlacht bei Leipzig am 16. Oktober 1813

Karte »Das Kreisamt Leipzig nebst den Aemtern Schkeuditz und Lützen«, Schreibers Erben 1813 (Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 22010 Kartensammlung, Nr. 142)

Der Verlag Schreibers Erben ging auf den um 1720 von Johann Georg Schreiber (1676-1750) in Leipzig gegründeten Landkartenverlag zurück. Schreiber hatte sich mit anspruchsvollen Veduten, kleinformatigen Karten und  Atlanten im 18. Jahrhundert einen Namen gemacht. Die vorliegende kolorierte Karte im Format 39,5 cm x 48,5 cm wurde von dem für den Verlag Schreibers Erben tätigen Kupferstecher Leutemann ausgeführt. Sie zeigt die im Titel genannten sowie die benachbarten  Ämter in ihren Grenzen von 1813 mit entsprechender Grenzband- und Teilflächenkolorierung, mit Ortschaften, wichtigen Straßen, Flüssen und Seen, Waldungen und markanten Erhebungen. Die nachträglich vermutlich vom Besitzer der Karte per Hand mit farbiger Tusche vorgenommene Einzeichnung  der Stellungen der Franzosen (rot) und der verbündeten Russen, Preußen und Österreicher zeigt die militärische Lage zu Beginn der Völkerschlacht bei Leipzig am 16. Oktober 1813. Sie endete mit einem Sieg der Verbündeten über die Truppen Napoleons und dessen Rückzug aus Deutschland. Die Völkerschlacht ging mit über 500.000 beteiligten Soldaten und rund 100.000 Toten als größte und verlustreichste Schlacht des gesamten 19. Jahrhunderts in die Geschichte ein.

Die Karte gehörte zu den Exponaten der aktuellen Ausstellung des Staatsarchivs Leipzig »Die Völkerschlacht bei Leipzig. Ereignis und Erinnerung«.

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