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Archivale im Fokus

04.11.2015

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Ernennung von Christian Gottlob Frege zum Kammerrat, 14. Juni 1763 (aus: SächsStA-L, 21021 Frege & Co., Handels- und Bankhaus, Leipzig, Nr. 1030)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Verleihung des Titels »Kammerrat« an Christian Gottlob Frege (1715-1781)

Mit der Etablierung seines 1739 gegründeten Bank- und Handelshauses erwarb sich Christian Gottlob Frege Anerkennung und Vertrauen in der Stadt Leipzig. Bereits 1746 wurde er vom Rat der Stadt zum Kassierer der preußischen Kontributionskasse ernannt. Bald darauf begann das Engagement im Bergbau. Ab 1752 erwarb das Bankhaus eigene Bergbauunternehmungen in Thüringen und war an zahlreichen erzgebirgischen Revieren beteiligt. Der sächsische Kurfürst übertrug Frege 1754 die Pacht der Leipziger Münze in der Pleißenburg. Im Jahr 1759 wurde Christian Gottlob Frege erstmals zum Ratsherrn in Leipzig ernannt und 1763 verlieh ihm der kurfürstliche Hof schließlich aufgrund seiner Verdienste für Sachsen den Titel eines Kammerrats. Im gleichen Jahr realisierte das Bankhaus die erste Staatsanleihe im Auftrag des sächsischen Kurfürsten. Christian Gottlob Frege gehörte 1764 zu den Gründern der »Leipziger Ökonomischen Societät«. Durch seine dritte Ehefrau Erdmuthe Sophie geb. Stieglitz gelangte das Rittergut Trossin (bei Torgau) an Frege und 1770 erhielt er als Rittergutsbesitzer von Kaiser Joseph II. ein Wappen.

Christian Gottlob Frege wurde am 21. November 1715 in Lampertswalde (bei Dahlen) geboren. Aus Anlass seines 300. Geburtstags zeigt das Staatsarchiv Leipzig in Kooperation mit der Stadt Leipzig (Dezernat Wirtschaft und Arbeit) die Ausstellung »Zwischen Merkur und Fortuna«. Sie ist derzeit im Gebäude der Deutschen Bank AG in Leipzig, Martin-Luther-Ring 2, zu sehen und ab Dezember 2015 in den Räumen des Staatsarchivs Leipzig.

Über den Download kann die vergrößerte Version der Ernennung Christian Gottlob Freges aufgerufen werden. Informationen zum Bestand 21021 Frege & Co., Handels- und Bankhaus, Leipzig erhalten Sie über den gleichnamigen Link.

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