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Archivale im Fokus

02.03.2015

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Verordnung des Oberbergamtes Freiberg »Verhaltungsregeln für die Beneficiaten bey der Churfürstl. Sächs. Bergakademie zu Freyberg« vom 7. November 1795 (aus: SächsStA-F, 40035 Oberhüttenamt Nr. 136)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

250 Jahre Technische Universität Bergakademie Freiberg

Die TU Bergakademie Freiberg begeht im Jahr 2015 ihr 250jähriges Jubiläum. Sie wurde 1765 als »Kurfürstlich-Sächsische Bergakademie zu Freiberg« durch Prinz Xaver von Sachsen nach Vorschlägen von Friedrich Wilhelm von Oppel und Friedrich Anton von Heynitz gegründet. Sie ist die älteste noch bestehende montanwissenschaftliche Bildungsstätte und zweitälteste technische Bildungseinrichtung der Welt. Berühmte Wissenschaftler wie z.B. Abraham Gottlob Werner, August Wilhelm Lampadius, Bernhard von Cotta, Julius Weisbach und viele andere wirkten in Forschung und Lehre. Natur- und Geowissenschaften, Bergbau- und Hüttenwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Verfahrenstechnik und Halbleiterforschung prägen heute das Bild dieser montanwissenschaftlichen Einrichtung. Derzeit studieren hier rund 5600 Studenten aus dem In- und Ausland an sechs Fakultäten. Die TU Bergakademie Freiberg betreibt mit dem Lehr- und Forschungsbergwerk »Reiche Zeche« eine deutschlandweit einmalige Einrichtung. Es bestehen vielfältige internationale Beziehungen zu anderen Montanuniversitäten, bspw. in den USA, Russland, Polen, Tschechien, Österreich, China und Bulgarien.

Bis zum Jahr 1869, dem Inkrafttreten des Allgemeinen Berggesetzes für das Königreich Sachsen, war die Bergakademie als Ausbildungseinrichtung für den bergakademischen Nachwuchs dem Oberbergamt Freiberg nachgeordnet und wurde von diesem kontrolliert. Das Bergarchiv Freiberg verfügt somit über eine Reihe von Quellen zur Bergakademie Freiberg, zu Forschungsvorhaben und zu dort tätigen Persönlichkeiten.

Bei dem vorliegenden Archivale handelt es sich um einen Auszug aus den Verhaltensregeln aus dem Jahr 1795, welchen sich die Studenten der Bergakademie zu unterwerfen hatten. Festgelegt waren hier in insgesamt 60 Einzelbestimmungen nicht nur die Studienpflichten der Akademisten, sondern auch allgemeine Fragen ihres sittlichen Umgangs und der Organisation des Lehrbetriebs. Unterzeichnet worden sind die Verhaltensregeln unter anderem von den geistigen Gründervätern der Bergakademie F.A. v. Heynitz und F.W. v. Oppel sowie von A.G. Werner.

Über den Download kann die vergrößerte Version der Abbildung aufgerufen werden. Informationen zum Bestand 40035 Oberhüttenamt, in dem diese Abbildung enthalten ist, erhalten Sie über den gleichnamigen Link.

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