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Archivale im Fokus

04.08.2015

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Lagebericht der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei vom 23.11.1989 zu Demonstrationen und Veranstaltungen in den Kreisen (aus: SächsStA-C, 31602 SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt, Nr. 81)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Herbst 1989 aus den Augen von Staat und Partei

Bis weit in den Herbst 1989, und somit nach der Öffnung der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, hinein bediente sich die Staatspartei der DDR in gewohnter Weise der Behörden und Einrichtungen des Staatsapparates für ihre Zwecke.

Die Bezirksleitung der SED Karl-Marx-Stadt hatte gegenüber den Stadt- und Kreisleitungen des Bezirkes die Anweisungen und Beschlüsse von Politbüro und ZK durchzusetzen, anschließend das Ergebnis zu kontrollieren und darüber zu berichten. Sie waren somit das wichtigste Bindeglied zwischen der Zentrale in Berlin und den Kreisleitungen. Zudem organisierte sie in der Bezirkseinsatzleitung Maßnahmen der Landesverteidigung. Unter der Leitung des 1. Sekretärs der Bezirksleitung waren der 2. Sekretär, der Chef des Wehrbereichskommandos der NVA, der Leiter der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, der Chef der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei, der Vorsitzende des Rates des Bezirkes sowie der Leiter der Abteilung für Sicherheitsfragen der SED-Bezirksleitung an der Bezirkseinsatzleitung beteiligt.

Bruchstücke der darauf bezogenen Überlieferung gelangten im Jahr 2014 über den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik in das Sächsische Staatsarchiv. Gezeigt wird der Anfang eines Fernschreibens der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei vom 23. November 1989 mit Hinweise zu Demonstrationen in Lengefeld, Adorf und Bad Elster, sowie zum Grenzverkehr.

Über den Download kann die vergrößerte Version der Abbildung aufgerufen werden. Informationen zum Bestand 31602 SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt erhalten Sie über den gleichnamigen Link.

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© Sächsisches Staatsarchiv