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02.05.2014

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Seigerriss der Berggebäude auf dem Thurmhofer Gangzug bei Freiberg, 1592 (aus: SächsStA-F, 40040 Fiskalische Risse zum Erzbergbau, K 994)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Seigerriss der Berggebäude auf dem Thurmhofer Gangzug bei Freiberg, 1592

Der Riss entstand infolge eines großen unterirdischen Bruchs unter dem gemauerten Kunstschacht von Thurmhof in der 3. und 4. unteren Maas und stellt die über- und untertägige Situation auf dem gesamten Gangzug mit insgesamt acht Schachtanlagen dar. Er wurde wahrscheinlich im August 1592 von Markscheider Matthias Öder, dem berühmten Verfasser der ersten sächsischen Landesaufnahme, angefertigt und gehörte zu einem Bericht an den kursächsischen Administrator Herzog Friedrich Wilhelm um über die weitere Vorgehensweise zur Behebung der gefährlichen Situation zu entscheiden, zumal dieser Bruch die Existenz des gesamten Bergbaus auf dem Thurmhofer stehenden Gangzuges gefährdete.

Dieser Riss gilt mit einem Umfang von 53x112 cm als ältester Seigerriss Deutschlands.

Über den Download kann die vergrößerte Version der Abbildung sowie eine Ansicht auf den gesamten Riss aufgerufen werden. Informationen zum Bestand 40040 Fiskalische Risse zum Erzbergbau, in dem dieser Riss enthalten ist, erhalten Sie über den gleichnamigen Link.

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