1. Herausgeber
Inhalt

Archivale im Fokus

05.02.2014

Bild

Kupferstiche zur Paradekleidung der Berg- und Hüttenleute, 1766 (aus: SächsStA-F, 40001 Oberbergamt Freiberg, Nr. Ü 3539)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Kupferstiche zur Paradekleidung der Berg- und Hüttenleute, 1766

Dieses Kupferstichwerk umfasst 54 Abbildungen der nach Klassen geordneten Paradekleidung der Berg- und Hüttenleute. Das hier ausgewählte Blatt stellt die vorgeschriebene Paradekleidung eines Obersteigers dar.

Die Kupferstiche wurden auf der Grundlage der Vorschriften zum Habit von 1719 angefertigt. Neben den Darstellungen finden sich zudem Beschreibungen zu Kleidung und Bewaffnung.

Die Art der Bekleidung der Berg- und Hüttenleute unterlag bis ins Jahr 1668 keinen bestimmten Vorschriften. Den ersten Eingriff in die Entwicklung der Bergbekleidung unternahm Kurfürst Johann Georg II. (1613-1680) mit der Anordnung, dass die Bergleute eine schwarze Jacke beim Kirchgang zu tragen hatten. Anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten des Prinzen Friedrich August im Jahr 1719 wurden weitere umfangreiche Bestimmungen zur Paradekleidung (Habit) des Bergvolkes erlassen.

Im Zuge der Reformen nach dem Siebenjährigen Krieg wurde die Uniformierung der Bergbediensteten unter dem Generalbergkommissar Friedrich Anton von Heynitz (1725-1802) endgültig durchgesetzt. Nach der Uniformvorschrift von 1768 wurde auch die Rangordnung durch die Bekleidung ausgedrückt. Es gab elf verschiedene Rangstufen.

Eine vergrößerte Ansicht ist über den Download möglich. Informationen zum Bestand 40001 Oberbergamt Freiberg erhalten Sie über den gleichnamigen Link.

Marginalspalte

© Sächsisches Staatsarchiv