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Archivale im Fokus

05.06.2019

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Postneubau am Karl-Marx-Platz, 1964
(©Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Rolf Lotze)

Vor 55 Jahren, am 29. August 1964, wurde in Leipzig am Karl-Marx-Platz das neue Hauptpostamt eröffnet. Die Fotografie zeigt die erstmalig in der DDR entwickelte und von der Fa. Eltz KG in Berlin gefertigte Aluminiumfassade einschließlich der Leuchtschrift in der ursprünglichen Form.

Das alte Hauptpostamt am Augustusplatz in Leipzig wurde bei dem Luftangriff vom 4. Dezember 1943 vollkommen zerstört. Die Oberpostdirektion Leipzig erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg den Auftrag, das Gebäude wieder aufzubauen, doch eine rasche Realisierung scheiterte an fehlenden finanziellen Mitteln. Erst Mitte 1957 erfolgt die Ausschreibung eines Wettbewerbes zur Gestaltung der Außenfassade, den Kurt Nowotny, der Chefarchitekt im Ministerium für Post- und Fernmeldewesen, und seine Mitarbeiter gewannen. Die Architekten übernahmen auch wesentliche Teile des Gesamtentwurfs. Dabei musste die Konzeption für die Neugestaltung des Karl-Marx-Platzes mit berücksichtig werden. Das Gebäude wurde schließlich bis 2011 für Postzwecke genutzt.

Seit 2018 ist am denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost Leipzig wieder die Leuchtschrift „Post“ und die Zeigeruhr zu sehen. Heute beherbergt der mit 140 Millionen Euro sanierte Gebäudekomplex Büros, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Wohnungen.

Der Bestand 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, hat einem Umfang von 45 laufenden Metern Akten und beinhaltet mehr als 4500 Fotos, zahlreiche Druckschriften, Karten und weitere Unterlagen.

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