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Audiografie

Magnetbandkassette

Hörbeispiel

Zur Rehabilitierung von Pädagogen (SächsStA-L, 20237 Bezirkstag und Rat des Bezirkes Leipzig, 56)

Aufnahmen auf Magnettonband sind im Sächsischen Staatsarchiv seit Anfang der 1950er Jahre bis in jüngste Zeit überliefert. Zahlreiche originale Mitschnitte von politischen Veranstaltungen, von der Öffentlichkeitsarbeit sowie von Theater- und Musikaufführungen wurden archiviert. Behördliche Mitschnitte belegen die Herausbildung des privatwirtschaftlichen Hörfunks sowie der Bürger-Radios in Sachsen nach 1990.

Schall-Archivalien im Überblick

In den Bezirks-Beständen von Parteien und Massenorganisationen befinden sich Magnettonbandaufnahmen von politischen Veranstaltungen und auch Gespräche mit Zeitzeugen.
Insbesondere sind jedoch von den Räten der Bezirke Dresden und Leipzig (nicht jedoch Karl-Marx-Stadt) Mitschnitte der Sitzungen der Bezirkstage auf Consumer-Magnettonband überliefert, in denen viele öffentliche Lebensbereiche thematisiert werden. Ende 1989/Anfang 1990 wird der Zusammenbruch der regionalen DDR-Strukturen deutlich.
Im Umbruchjahr 1990 schließen sich einige originale Protokollmitschnitte des Runden Tischs der Stadt Leipzig an (Depositum des Stadtarchivs Leipzig).

Außer bei politischen Anlässen wurden auch Magnettonbandaufnahmen von kulturell-künstlerischen Ereignissen angefertigt. Neben den Konzertmitschnitten in den Beständen der Verbände der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR in Dresden und Leipzig ist hinzuweisen auf die professionellen Mitschnitte der Landesbühnen Sachsen, Radebeul.
Originale Audiomitschnitte wurden auch im ersten Jahrzehnt nach dem Umbruch 1990 noch in großer Zahl angefertigt, so von der Sächsischen Staatskanzlei zur Dokumentation der Öffentlichkeitsarbeit.
Von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die u. a. für die Vergabe von Sendefrequenzen zuständig ist, sind Kontrollmitschnitte und Beiträge zum Sächsischen Hörfunkwettbewerb überliefert. Neben der Sichtweise privater Radioveranstalter auf Themen der Landes- und Kommunalpolitik wird auch deutlich, wie bürgerschaftliche Initiative zur Demokratisierung der elektronischen Medien beiträgt und welches Konfliktpotential sich dabei entwickeln kann.

Der Leipziger Stadtfunk als Institution war ein drahtgebundener Hörfunk, der an wichtigen öffentlichen Plätzen seit den frühen 1950er bis Anfang der 1990er Jahre stundenweise über Lautsprecher verbreitet wurde. Der Depositalbestand des Stadtarchivs Leipzig enthält Einzelbeiträge und längere »Lauf-Bänder« im professionellen Format. Bemerkenswert sind anfangs zwei Beiträge, die sich mit der juristischen Verfolgung von Protagonisten des Aufstands am 17. Juni 1953 befassen, wiederkehrend zahlreiche Beiträge zur Leipziger Messe sowie zu Themen der Landes- und Kommunalpolitik bis Ende der 1960er Jahre.

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