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Ausstellung anlässlich des 300. Geburtstags von Christian Gottlob Frege

15.09.2015

Bild

Ausstellungsplakat unter Verwendung des Porträts von Anton Graff (vor 1781) Original im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Ab 28. September 2015 ist die Ausstellung »Zwischen Merkur und Fortuna. Christian Gottlob Frege zum 300. Geburtstag« in der historischen Kundenhalle der Deutschen Bank AG in Leipzig, Martin-Luther-Ring 2, zu sehen.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Sächsischen Staatsarchivs, Staatsarchiv Leipzig, und der Stadt Leipzig (Dezernat Wirtschaft und Arbeit) im Rahmen der 1000-Jahrfeier der Stadt Leipzig. Die Eröffnung findet am 25. September 2015, 15.30 Uhr, (auf Einladung) im Beisein zahlreicher Mitglieder der Familie Frege statt.

Christian Gottlob Frege (1715-1781) ist der Gründer des bedeutenden Leipziger Bank- und Handelshauses Frege & Co., das auch im europäischen Rahmen erfolgreich agierte. In der Ausstellung werden erstmals Zeugnisse aus zwei Jahrhunderten Bank- und Familiengeschichte öffentlich präsentiert, darunter Urkunden, Verträge, Briefe, Karten, Geschäftsbücher und vieles mehr. Sie stammen überwiegend aus dem einzigartigen Archivbestand 21021 Frege & Co., Handels- und Bankhaus, Leipzig, sowie genealogischen Quellen zu dieser bedeutenden Familie aus dem Staatsarchiv Leipzig. Umfangreiches Bildmaterial sowie Leihgaben aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig und aus Privatbesitz ergänzen die Präsentation.

Zu sehen sind Beispiele für frühe Bankgeschäfte aus den 1740er Jahren, sehenswerte Geschäftsbücher mit Münzabdrücken, die für den Geldwechsel in der Messestadt erforderlich waren, sowie Instruktionen der sächsischen Kurfürsten und Könige, anderer europäischer Herrscher und Kommunen. Insbesondere für die Stadt Leipzig engagierten sich die Freges in besonderer Weise. Sei es 1745 bei der Bezahlung der Kontributionen an Frankreich oder 1807 bei der Finanzierung von Krediten. Die Ausstellung zeichnet wichtige Etappen in der Firmengeschichte nach, zeigt die bis nach Amerika reichenden unternehmerischen Aktivitäten und lenkt gleichzeitig den Blick auf die weit verzweigte Familie. Ein neu erarbeiteter Stammbaum macht die Verbindung von Unternehmen und Familie deutlich. Anhand der Heiratsbeziehungen wird die Vernetzung innerhalb der Leipziger Bürgerschaft aufgezeigt. Dabei spielten auch öffentliche Ämter und das soziale Engagement der Bankbesitzer, wie z. B. als Mitglieder der Gesellschaft der »Vertrauten«, eine Rolle.

Die Ausstellung ist bis zum 17. November 2015 in den Räumen der Deutschen Bank AG zu besichtigen (Öffnungszeiten: Mo/Di/Do 9:30-18:00 Uhr, Mi/Fr 9:30-16:00 Uhr). Der Eintritt ist frei. Zu öffentlichen Führungen lädt das Staatsarchiv am 29. September und 10. November 2015, jeweils 16.00 Uhr, ein. Ab Dezember wird die Ausstellung in den Räumen des Staatsarchivs Leipzig in der Schongauerstraße 1 (Leipzig-Paunsdorf) gezeigt.

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Birgit Richter

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