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Ausstellung »Da ist Musik drin«

24.06.2013

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(©Sächsisches Staatsarchiv)

Das Staatsarchiv Leipzig eröffnete am 20. Juni seine Ausstellung »Da ist Musik drin. Leipziger Musikverlage in Zeugnissen aus zwei Jahrhunderten«.

An der Eröffnung nahmen zahlreiche Teilnehmer des internationalen Symposiums zur Leipziger Musikverlagsgeschichte der Universitäten Leipzig und Münster teil. Einen profunden Einblick in die Geschichte der Verlagsstadt Leipzig vermittelten die Professoren Klaus G. Saur, Vorsitzender der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und Siegfried Lokatis von der Universität Leipzig. Die Ausstellung ist bis zum 9. August 2013 im Staatsarchiv in der Schongauerstraße 1 zu besichtigen.

Das Staatsarchiv Leipzig verwahrt mit über 700 laufenden Metern Gesamtumfang die bedeutendste Überlieferung von Musikverlagen im deutschsprachigen Raum. Heute befinden sich hier 44 Verlagsbestände, darunter 16 Musikverlage. Sie umfassen den Zeitraum von 1800 bis ins Jahr 2000. Ein Querschnitt aus diesen Beständen wird dieses Jahr erstmals öffentlich präsentiert.


Das Faltblatt zur Ausstellung und zu den Verlagsbeständen erhalten Sie über den folgenden Download.

Bild: Geschäftsbücher der New Yorker Zweigstelle von Breitkopf & Härtel, um 1895 (aus: SächsStA-L, 21081 Breitkopf & Härtel)

Geschäftsbücher der New Yorker Zweigstelle von Breitkopf & Härtel, um 1895 (aus: SächsStA-L, 21081 Breitkopf & Härtel) 
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Die vielfältigen Archivquellen der Verlagsbestände ermöglichen einen Einblick in das gesamte Spektrum verlegerischer Aktivitäten. Im Mittelpunkt stehen die namhaften Musikverlage Breitkopf & Härtel, Bureau de Musique (später C. F. Peters) und VEB Deutscher Verlag für Musik im 19. und 20. Jahrhundert. Zu den Themenbereichen der Ausstellung gehören der Herstellungsprozess von Musikalien, das spannungsreiche Verhältnis von Komponisten und Verlegern oder der Kampf gegen ungenehmigte Nachdrucke. Daneben werden die internationalen Märkte und einzelne Verlegerfamilien wie von Hase oder Hinrichsen näher beleuchtet. Aber auch Zäsuren der Verlagsgeschichte wie die »Arisierungen«, die Zerstörung des grafischen Viertels 1943 oder die Gründung der westdeutschen Parallelverlage nach 1945 werden thematisiert. Zu den bemerkenswertesten Exponaten zählen eigenhändige Briefe von Komponisten wie Edvard Grieg, Max Reger oder Richard Strauss sowie Notenmanuskripte von Franz Liszt, Camille Saint-Saëns und anderen.


Bild: Korrekturabzug des Musikverlags C. F. Kahnt zu Franz Liszt: Cantantibus organis (Ausschnitt, mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift von Franz Liszt, Leipzig/Weimar, November 1880) (aus: SächsStA-L, 21069 Musikverlag C. F. Kahnt, Leipzig, Nr. 111/6)

Korrekturabzug des Musikverlags C. F. Kahnt zu Franz Liszt: Cantantibus organis (Ausschnitt, mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift von Franz Liszt, Leipzig/Weimar, November 1880) (aus: SächsStA-L, 21069 Musikverlag C. F. Kahnt, Leipzig, Nr. 111/6) 
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten des Archivs möglich. Der Eintritt ist frei.

Zu öffentlichen Führungen lädt das Archiv am 27.6. und am 18.7.2013, jeweils 16.30 Uhr, ein. Wir bitten um Voranmeldung (Tel. 0341/255 55 20). Weitere Termine für Gruppen sind nach Vereinbarung möglich.


Kontakt

Dr. Thekla Kluttig

  • SymbolBesucheradresse:
    Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig
    Schongauerstr. 1
    04328 Leipzig
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    Mi, Do 8.00 - 18.00 Uhr
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