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Ausstellungseröffnung im Staatsarchiv Leipzig

12.10.2012

Bild

Heimsparkassette (um 1925)
(©Historisches Archiv des Ostdeutschen Sparkassenverbands)

Das Staatsarchiv Leipzig präsentiert ab 18. Oktober 2012 die Ausstellung des Historischen Archivs des Ostdeutschen Sparkassenverbandes zur Geschichte der sächsischen Sparkassen zwischen 1819 und 1929.

Die abwechslungsreiche und informative Schau behandelt die Zeit der Entstehung und Etablierung der sächsischen Sparkassen. Die Feststellung des Sparkassenreformers Johann Christian Eberle (1869 – 1937) »So sind die Sparkassen entstanden aus dem Geiste der Gemeinnützigkeit guter Bürger…« beschreibt diese Anfangszeiten und steht als Zitat über der Ausstellung.

Zur Geschichte der sächsischen Sparkassen

Die erste sächsische Sparkasse, eröffnet 1819 in Königsbrück, ging auf die Initiative des dortigen Standesherrn, Konferenzminister Peter Carl Wilhelm Graf von Hohenthal (1754 – 1825), zurück. Die erfolgreiche Tätigkeit der ersten Sparkasse der Welt in Hamburg (gegr. 1778) war Ausgangspunkt für seine Überlegung, wenig bemittelten Bürgern die Gelegenheit zum Sparen und zum Ausleihen kleinerer Beträge zu ermöglichen.

Bild: Der »Erfinder« der sächsischen Sparkassen, Peter Carl Wilhelm Graf von Hohenthal (1754-1825)

Der »Erfinder« der sächsischen Sparkassen, Peter Carl Wilhelm Graf von Hohenthal (1754-1825) 
(©Ostdeutscher Sparkassenverband, Historisches Archiv)

Der Bedarf war gerade in Sachsen nach den Zerstörungen und Verlusten der Napoleonischen Kriege sehr hoch, so dass der sächsische König die Idee dankbar aufgriff. Weitere Sparkassen entstanden, z. B. in der Residenzstadt Dresden (1821), in Freiberg (1823) und Leipzig (1826). Die weitere Entwicklung der Geldinstitute war geprägt vom Aufschwung durch die Industrialisierung, aber auch von Krisen- und Kriegszeiten. Dabei blieben die Sparkassen immer regional verwurzelt und am Gemeinwohl orientiert.

Zur Ausstellung

Die Ausstellung veranschaulicht die Anfänge der sächsischen Sparkassen und deren Entwicklung bis ins Jahr 1929, der beginnenden Weltwirtschaftskrise. Dabei wird der Verbindung von sächsischer Sparkassen-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte breiter Raum eingeräumt. Auf Tafeln wird beispielsweise die Lohn- und Preisentwicklung dargestellt, parallel dazu die Ein- und Auszahlungen der Sparkassenkunden. Statistische Aufzeichnungen seit 1845 belegen, dass die Sparkassen in der Leipziger Region bis 1929 stets einen Spitzenplatz in Sachsen einnahmen. Lebendig werden diese Untersuchungen in einem Animationsfilm. Zu sehen sind in der Ausstellung außerdem alte Sparbücher, Verträge, Spardosen, Siegelmarken, Maschinen und Notgeld. Auch eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Sparkassengeschichte, der Reformer Dr. Johann-Christian Eberle, wird gewürdigt.

Die Ausstellung ist vom 18. Oktober 2012 bis 15.03.2013 im Staatsarchiv in Leipzig-Paunsdorf zu sehen. Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten des Archivs möglich. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 8-16 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 8-18 Uhr und Freitag 8-13 Uhr. Begleitend zur Ausstellung führt ein reich bebildeter Katalog durch die Sparkassengeschichte.


Staatsarchiv Leipzig

  • SymbolBesucheradresse:
    Schongauerstraße 1, 04328 Leipzig
  • SymbolÖffnungszeiten:
    Montag und Dienstag 8-16 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 8-18 Uhr und Freitag 8-13 Uhr

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