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Deutsch-amerikanische Provenienzforscher im Hauptstaatsarchiv Dresden

25.03.2019

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Deutsch-amerikanische Provenienzforscher im Hauptstaatsarchiv Dresden
(©Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Sylvia Reinhardt)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des »German/American Provenance Research Exchange Program for Museum Professionals« (PREP) informierten sich im Hauptstaatsarchiv Dresden über archivalische Quellen zur Provenienzrecherche.

PREP wurde von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Smithsonian Institution mit dem Ziel eingerichtet, Provenienzforscherinnen und -forscher in Museen aus Deutschland und den USA zu vernetzen. Partner sind neben den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden das Metropolitan Museum of Art (New York), das Getty Research Institute (Los Angeles), das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München und das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg.

Vom 17. bis 22. März 2019 war PREP zu Gast bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, um sich in Vorträgen und Workshops insbesondere mit der Erforschung des nationalsozialistischen Kunstraubs zu befassen. Das Hauptstaatsarchiv Dresden steuerte am 19. März einen Programmpunkt bei und informierte über die Struktur der deutschen Archivlandschaft und wichtige Typen archivalischer Quellen zur Provenienzrecherche.

Neben allgemeinen Tools der Online-Recherche wie dem Archivportal-D wurden themenbezogene Archivführer, bestandsübergreifende Inventare sowie einschlägige Erschließungsprojekte und Datenbanken vorgestellt, die eine gezielte Suche nach geraubten Kunstwerken und den Opfern des Kunstraubs ermöglichen. Als instruktives Fallbeispiel dienten die 2012 im Staatsarchiv Leipzig erschlossenen Akten des Leipziger Auktionshauses Hans Klemm, das in der NS-Zeit mit der Versteigerung geraubten jüdischen Besitzes befasst war. Einige dieser Unterlagen finden sich heute auch in den im Hauptstaatsarchiv Dresden verwahrten Teilen des NS-Archivs des Ministeriums für Staatssicherheit.

Am Beispiel des Hauptstaatsarchivs wurden danach einige Aktengruppen vorgestellt, die sowohl objekt- als auch personenbezogene Recherchen nach öffentlichem und privatem Kunstbesitz ermöglichen. Selbst die Museumsfachleute waren erstaunt, in welchen Kontexten sich etwa ausführliche Nachweise über einzelne Kunstgegenstände und ihre Eigentümer ermitteln lassen, wie etwa in den Unterlagen der staatlichen Aufsicht über Stiftungen und Familienanwartschaften. Dabei standen auch die Jahre nach 1945 mit der sogenannten »Schlossbergung« und dem Thema Wiedergutmachung im Fokus. Der Blick in ausgewählte Originale gab schließlich Gelegenheit zu angeregter Diskussion, bei der noch einmal die speziellen Bedürfnisse deutlich wurden, die Provenienzforscherinnen und -forscher bei der Archivarbeit haben.

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(© Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Sylvia Reinhardt)

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