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DFG fördert Retrokonversionsprojekt

21.06.2012

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(©Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Mit einer Sachbeihilfe in Höhe von 81.571€ unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Projekt des Sächsischen Staatsarchivs zur Digitalisierung von archivischen Findmitteln (Retrokonversion). Geplanter Projektstart ist Juli 2012.

Mit einer Sachbeihilfe bis zu einer Höhe von 81.571 € unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Projekt des Sächsischen Staatsarchivs zur Digitalisierung von archivischen Findmitteln (Retrokonversion). Die beantragten Sachmittel wurden in voller Höhe von der DFG Ende Mai 2012 für die Dauer von 24 Monaten bewilligt.

Das Projekt startet voraussichtlich im Juli 2012 und soll im April 2014 abgeschlossen sein. Ausgewählt wurden 29 Bestände der Abteilungen Staatsarchiv Chemnitz, Hauptstaatsarchiv Dresden und Staatsarchiv Leipzig. Diese repräsentieren wichtige Verwaltungszweige des sächsischen Kurfürstentums bzw. Königreichs, die Überlieferung von Leipziger Verlagen, DDR-Wirtschaftsbeständen sowie von SED-Kreisleitungen, die für die wissenschaftliche Forschung bedeutsam sind und stark nachgefragt werden.

Im Rahmen der DFG-Förderung werden die Erschließungsinformationen zu 62.571 Verzeichnungseinheiten (VZE) digitalisiert werden. Als Eigenleistung wird das Sächsische Staatsarchiv aus eigenen Mitteln weitere 37.227 VZE retrokonvertieren.

Ziel ist die anschließende Veröffentlichung der im Projekt erstellten Online-Findbücher und somit bessere Zugänglichkeit für externe Archivbenutzer zu den Beständen. Diese können sich – unabhängig von ihrem Wohnort – vorab  online über das zu ihrem Forschungsthema im Sächsischen Staatsarchiv vorhandene Archivgut informieren. Über die in den Findbüchern enthaltenen Angaben ist anschließend eine gezielte Bestellung der Archivalien für eine Einsicht im Benutzersaal möglich.

Seit 2006 wurden bisher 539 Findbücher auf der Internetseite des Sächsischen Staatsarchivs eingestellt und damit online recherchierbar gemacht. Das Sächsische Staatsarchiv erhielt seit Oktober 2007 für die Retrokonversion von Findmitteln Sachbeihilfen der DFG in Höhe von insgesamt 116.220 €. Mit dem aktuellen Projekt wird diese erfolgreiche Maßnahme fortgesetzt und das Angebot für Archivbenutzer erheblich erweitert.

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