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DFG-Pilotprojekt »Digitalisierung archivalischer Quellen« erfolgreich abgeschlossen

14.10.2016

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Zacharias Longuelune, Entwurf für eine Wandgestaltung der kurfürstlichen Porzellansammlung im Japanischen Palais (um 1735) (aus: SächsStA-D, 10006 Oberhofmarschallamt, Cap. 2, Nr. 15, Bl. 26d/1)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Die Weichen für eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind gestellt: Der Abschlussbericht des 2012 bis 2015 durchgeführten DFG-Produktivpiloten zur Archivaliendigitalisierung, an dem auch das Sächsische Staatsarchiv beteiligt war, ist am 22. September 2016 gebilligt worden.

Wie die Leiterin der Archivschule Marburg, Dr. Irmgard Christa Becker, auf dem gerade zu Ende gegangenen 86. Deutschen Archivtag in Koblenz berichtete, hat das Strategiepapier, das von sechs archivischen Projektpartnern (Landesarchiv Baden-Württemberg, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Sächsisches Staatsarchiv, Westfälisches Archivamt Münster, Stadtarchiv Mannheim) unter der Federführung der Archivschule erarbeitet wurde, den Ausschuss für Bibliotheken und Wissenschaftliche Informationssysteme der DFG erfolgreich passiert. Wie auf der Homepage der Archivschule angekündigt, wird es die Grundlage für eine Förderung der Digitalisierung archivalischer Quellen durch die DFG bilden. Weitere Informationen und eine Ausschreibung sollen bis Jahresende 2016 auf der Homepage der DFG bereitgestellt werden. Gegenstand des Produktivpiloten waren die Entwicklung von Empfehlungen und Standards für die Digitalisierung aller wichtigen Archivaliengattungen sowie die Durchführung konkreter Mustervorhaben. Für das Teilprojekt im Sächsischen Staatsarchiv lag die Federführung beim Hauptstaatsarchiv Dresden, das am Beispiel des Bestands 10006 Oberhofmarschallamt die Digitalisierung von Mikrofilmen erprobte. Die ersten Digitalisate mit den Unterlagen zu den Reisen der sächsischen Kurfürsten sind bereits online. Wichtige Praxishandreichungen, darunter eine vom Hauptstaatsarchiv Dresden entwickelte Checkliste zur Eignungsprüfung von Mikrofilmen, stehen bereits jetzt auf der Homepage der Archivschule zur Nachnutzung bereit.

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