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Eröffnung des »smac« mit der »Schatzkammer Staatsarchiv«

15.05.2014

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Kaufhaus Schocken (Architekt Erich Mendelssohn, 1929/30) (aus: SächsStA-C, 31451 Schocken AG und Nachfolger, Zwickau, Nr. 398)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Wir gratulieren unserem Kooperationspartner! Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnet heute Sachsens jüngstes Museum: Das »Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz« – kurz »smac«. Mit einer »Schatzkammer« ist auch das Sächsische Staatsarchiv an der neuen Dauerausstellung beteiligt.

Im ehemaligen Kaufhaus Schocken in der Chemnitzer City präsentiert das »smac« künftig 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Sachsen. Neben archäologischen Quellen von der Altsteinzeit bis in das frühe Industriezeitalter findet der Besucher hier auch wertvolle Schriftzeugnisse aus dem Bestand des Sächsischen Staatsarchivs. Die als Teil der Dauerausstellung eingerichtete »Schatzkammer Staatsarchiv« zeigt die Bedeutung der Schrift für die Entstehung des modernen Staates. Schon seit dem 13. Jahrhundert bauten die meißnisch-sächsischen Landesherren mit der Hilfe von Urkunden, schriftlichen Befehlen, Registern und Landkarten eine funktionstüchtige Verwaltung auf. Zu den interessantesten Schaustücken zählen landesherrliche Siegelurkunden und Mandate aus dem 14. und 15. Jahrhundert, ein Blatt der ersten kartographischen Landesaufnahme Sachsens von 1586 und das Original eines der Amtserbbücher, mit denen Kurfürst Moritz ab 1547 eine umfassende Bestandsaufnahme des sächsischen Landesvermögens begann.

Die vom Hauptstaatsarchiv Dresden konzipierte »Schatzkammer Staatsarchiv« ist ein Ergebnis der bereits seit 2010 bestehenden Kooperation zwischen dem Landesamt für Archäologie und dem Sächsischen Staatsarchiv. Sie bietet ähnliche konservatorische Bedingungen wie die klimatisierten Magazine des Staatsarchivs, so dass die Ausstellungsobjekte aus Pergament und Papier auch dem Besucher des »smac« sichtbar gemacht werden können. Als »Gedächtnis der Verwaltung« verwahrt das Sächsische Staatsarchiv inzwischen Unterlagen aus mehr als 1000 Jahren sächsischer Geschichte. Dazu gehören auch die im Staatsarchiv Chemnitz nutzbaren Hinterlassenschaften des 1904 gegründeten Kaufhauskonzerns der Brüder Schocken, in dessen Chemnitzer Domizil das »smac« untergebracht ist.

Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen des »smac« eine gelungene Eröffnungsfeier und viele interessierte Besucher!

Über den Download kann die vergrößerte Version der Abbildung des Kaufhauses Schocken sowie die Ansicht auf den Ausschnitt eines »Ur-Öders« (Matthias Öder/Balthasar Zimmermann, Landesaufnahme des Kurfürstentums Sachsen, nach 1586, aus: Hauptstaatsarchiv Dresden, 12884 Karten und Risse, Schr. R, F. 7, Nr. 368) aufgerufen werden. Informationen zum Bestand 31451 Schocken AG und Nachfolger, Zwickau, erhalten Sie über den gleichnamigen Link.

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