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Strukturen der Macht

Folgen der Pogromnacht

Brennende Synagoge in der Gottschedstraße 28, 10. November 1938 (SächsStA-L, 20237 Rat des Bezirkes Leipzig, Nr. 21258)

Brennende Synagoge in der Gottschedstraße 28, 10. November 1938 (SächsStA-L, 20237 Rat des Bezirkes Leipzig, Nr. 21258)
(© Sächsisches Staatsarchiv)

Nach den Zerstörungen der Pogromnacht war den jüdischen Vereinen und Religionsgemeinschaften der Zugang zu ihren Gebäuden untersagt, zahlreiches Inventar und Akten wurden beschlagnahmt.

Eine satzungsgemäße Vereinsarbeit war unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich. Verwüstungen, fehlende Räumlichkeiten, Auswanderung der Mitglieder und polizeiliche Beschränkungen führten Ende 1938 zur Auflösung vieler jüdischer Vereine.

Die Reichsregierung verhängte am 12. November 1938 mit der »Verordnung über eine Sühneleistung von Juden deutscher Staatsangehörigkeit« die sog. Judenvermögensabgabe über eine Milliarde Reichsmark. Die »Verordnung zur Wiederherstellung des Straßenbildes bei jüdischen Gewerbebetrieben« vom gleichen Tag zwang die Juden, die am 9. und 10. November 1938 angerichteten Schäden an Wohnungen und Geschäften selbst zu bezahlen. Die ihnen zustehenden Versicherungsleistungen wurden vom Staat eingezogen.

Reichsgesetzblatt 1938, S. 1581 Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Reichsgesetzblatt 1938, S. 1581
(© Sächsisches Staatsarchiv)

Reichsgesetzblatt 1938, S. 1581 Instandsetzung der Synagoge Talmud Thora auf Kosten der jüdischen Gemeinde, 28. November 1938 (SächsStA-L, 20031 Polizeipräsidium Leipzig, Nr. PP-V 4406) Beabsichtigte Nutzung der jüdischen Vereinsräume durch die NSDAP, 16. Februar 1939 (SächsStA-L, 20031 Polizeipräsidium Leipzig, Nr. PP-V 4406) Mitteilung über das Ende der Vereinstätigkeit, 16. Januar 1939 (SächsStA-L, 20031 Polizeipräsidium Leipzig, Nr. PP-V 4406)

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