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Frege-Nachfahren besuchen das Staatsarchiv Leipzig

15.06.2015

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Valerie Wetzel geb. Frege nimmt in Begleitung ihres Sohns von Abteilungsleiter Dr. Volker Jäger das fertig gestellte Findbuch in Empfang
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Am 10. Juni 2015 besuchte Frau Valerie Wetzel geb. Frege in Begleitung ihres Sohns, Rechtsanwalt Hubertus Wetzel, das Staatsarchiv Leipzig.

Frau Wetzel ist die Tochter von Christian Herbert Frege (1878-1946), dem letzten Eigentümer des Bankhauses »Frege & Co.«. Im Staatsarchiv Leipzig wird der überregional bedeutsame Archivbestand »21021 Frege & Co., Handels- und Bankhaus, Leipzig« verwahrt, den die Familie bereits häufig mit Interesse nutzte.

Heute konnte die Familie das soeben fertig gestellte Findbuch zu den Archivalien in Empfang nehmen. Es enthält die Verzeichnungsangaben zu fast 1400 Akten, Urkunden, Karten und Druckschriften aus der Tätigkeit des Bankhauses einschließlich zahlreicher Unterlagen zur weit verzweigten Familie aus dem Zeitraum 1700 - 1950. Der Bestand ist auch über die Homepage des Staatsarchivs online recherchierbar.

Thema des Besuchs war auch der 300. Geburtstag des Firmengründers Christian Gottlob Frege (1715-1781) in diesem Jahr. Das Staatsarchiv und die Stadt Leipzig bereiten derzeit eine Ausstellung anlässlich dieses Jubiläums vor, die Ende September eröffnet werden wird. Der Aufstieg Freges seit der Firmengründung 1739 zum führenden Leipziger Bankier, die unternehmerischen Aktivitäten bis nach Amerika und die Vernetzung innerhalb der Leipziger Bürgerschaft sind einige Themen, die in der Ausstellung beleuchtet werden.

Nach der Schließung des Bankhauses aufgrund der »Verordnung über die Gründung der Sächsischen Landesbank und die Abwicklung der bisher bestehenden Banken und sonstigen Geldinstitute« vom 14. August 1945 gelangten die Unterlagen in mehreren Etappen aufgrund der damaligen Rechtsvorschriften in das Staatsarchiv Leipzig. Seit 1957 ermöglichte eine handschriftliche Findkartei die Benutzung.

Der Bestand spiegelt die herausragende Stellung des Unternehmens im sächsischen und europäischen Rahmen wider und wird überdurchschnittlich für Fragen der Wirtschafts-, Regional-, Geldgeschichte und Genealogie genutzt.

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