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Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Sachsen

17.01.2011

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Lehrerfortbildung im Sächsischen Staatsarchiv
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Die Hausausstellung des Staatsarchivs Leipzig: »Fa. Bleichert - Leipziger Verlade- und Transportanlagen in aller Welt« bot einen willkommenen Anlass, Lehrer mit der Geschichte einheimischer Unternehmen und Unternehmer vertraut zu machen.

Der Einladung der Archivpädagogin Merit Kegel folgten am 27. Januar 2011 zehn Kolleginnen und Kollegen aus Leipziger Gymnasien. In einem einführenden Vortrag stellte der Historiker Dr. Manfred Hötzel die Unternehmensgeschichte der Firma Bleichert Transportanlagen GmbH vor. Besonderes Interesse fand dabei die Frage, welche persönlichen Leistungen des Firmengründers Adolf Bleichert als Erfolgsbedingungen zu sehen sind. Die anschließende Führung durch die Ausstellung, welche Marion Fechner leitete, bot eine anschauliche Vertiefung des Themas. Als besonders eindrucksvoll erwies sich die filmische Überlieferung, die das Potenzial besitzt, Schülern einen visuellen Eindruck aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu vermitteln.

Folgerichtig bot es sich im Anschluss an, über Einsatzmöglichkeiten der Wirtschaftsbestände des Sächsischen Staatsarchivs im Unterricht zu sprechen. Eine repräsentative Auswahl von Archivalien verschiedener Unternehmen des Maschinenbaus, der Textilindustrie und des Transportwesens verdeutlichte, dass Leipziger Schulen zum Thema »Durchbruch der Industrialisierung« nicht auf Lehrbuchtexte zur Entwicklung des Ruhrgebietes oder von »Ruß-Chemnitz« zurückgreifen müssen. Identifizierung mit der eigenen Region beginnt bei der Regionalgeschichte. Das archivpädagogische Angebot zur Industrialisierung, welches für die Klassenstufe 8 und für die Sekundarstufe II entwickelt wurde, bietet eine Möglichkeit, im Lernort Archiv Geschichte forschend zu erleben.

Dass das Angebot inhaltlich und methodisch dem Lehrplan angepasst ist, zeigt die Tatsache, dass alle Teilnehmer am Ende der Veranstaltung einen Termin für ihre Klassen im Archiv vereinbarten. Die Ausstellung war bis 15. April 2011 im Staatsarchiv Leipzig zu sehen.

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