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Innenminister Prof. Dr. Wöller informiert sich vor Ort über die Aufgaben des Staatsarchivs

01.02.2019

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Dr. Peter Wiegand, Dr. Michael Klein, Dr. Andrea Wettmann, Prof. Dr. Roland Wöller und Dr. Peter Hoheisel (v.l.n.r.)
(©Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Sylvia Reinhardt)

Die Aufgabe der Archivare sei heute wichtiger denn je, so Staatsminister Prof. Dr. Wöller nach seinem Besuch: »Wie bilde ich mir anhand von Quellen ein Urteil, wie recherchiere ich richtig? In Zeiten von Fake News im Internet sind das wichtige Fähigkeiten.«

Auf einem Rundgang durch das Magazin und den modernen Lesesaal des Hauptstaatsarchivs hatte sich Prof. Dr. Wöller zuvor über die große Bandbreite archivischer Aufgaben informiert.

Eine Auswahl an Archivalien machte die Herausforderungen deutlich, vor der die Archivare und Restauratoren an den fünf Standorten des Staatsarchivs in Chemnitz, Dresden, Freiberg, Leipzig und Wermsdorf täglich stehen: aus den Unterlagen der Gerichte und Behörden eine authentische Überlieferung zu bilden, das jahrhundertealte Kulturgut für künftige Generationen zu bewahren und den Bürgern, der Wissenschaft und der Verwaltung die benötigten Archivalien unter Beachtung der gesetzlichen Schutzfristen zeitnah zur Verfügung zu stellen.

Auch diese Aufgaben verändern sich durch die Digitalisierung in grundlegender Weise. Die Behörden und Gerichte arbeiten mit elektronischen Akten und verwalten große Datenmengen in komplexen Fachverfahren, die von den Archivaren auf ihren bleibenden Wert zu prüfen und in das elektronische Staatsarchiv zu übernehmen sind. Und die Benutzer des Staatsarchivs erwarten, nicht nur auf die Erschließungsinformationen, sondern auch auf digitale Kopien des Archivguts bequem vom heimischen Computer aus zugreifen zu können.

Prof. Dr. Wöller konnte sich davon überzeugen, dass das Staatsarchiv gerade auf diesem Gebiet große Fortschritte erzielt hat. Durch die vom Sächsischen Landtag bereitgestellten Mittel konnten in den beiden zurückliegenden Jahren fast 30 Millionen Digitalisate erzeugt werden. Die ersten 600.000 sind seit Kurzem online verfügbar und können von jedermann kostenlos genutzt werden. Das Angebot wird nun schrittweise ausgebaut.

Prof. Dr. Roland Wöller und Raymond Plache (v.l.n.r.) Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Prof. Dr. Roland Wöller und Raymond Plache (v.l.n.r.)
(© Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Sylvia Reinhardt)

Prof. Dr. Roland Wöller und Raymond Plache (v.l.n.r.) Dr. Michael Klein und Prof. Dr. Roland Wöller (v.l.n.r.) Annette Rothenberger-Temme, Jörg Schröder, Dr. Andrea Wettmann und Prof. Dr. Roland Wöller (v.l.n.r.)

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