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Notfallübung im Staatsarchiv Leipzig

24.04.2013

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Notfallboxen
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Am 23. April 2013 fand im Staatsarchiv Leipzig die erste Übung des Notfallverbunds Leipziger Archive und Bibliotheken statt.

Die beteiligten 21 Einrichtungen entsandten jeweils Vertreter, um die Bergung von durchnässten Beständen (Akten, Bücher, Fotos) zu proben. Die Unterlagen waren aus dem Magazin zu entnehmen, zu dokumentieren, für die Weiterbehandlung zu verpacken, auf Paletten transportfertig zu stapeln und auf einen LKW zu verladen. Im Ernstfall könnten sie daraufhin zur Gefriertrocknung weitergeleitet werden.

Die Arbeiten wurden von Vertretern der im Notfallverbund zusammengeschlossenen Leipziger Einrichtungen durchgeführt. Sie konnten praktische Erfahrungen über die notwendigen personellen, zeitlichen und technischen Anforderungen bei der Evakuierung von Beständen sammeln. Nach zwei Stunden intensiver Arbeit war der rund 40 laufende Meter umfassende Übungsbestand transportfähig verpackt. Im Nachgang sollen die Erfahrungen ausgewertet und in einem Leitfaden aufgearbeitet werden. Zu diesem Zweck ist der Übungsverlauf protokolliert und gefilmt worden. Der Einsatz rief darüber hinaus auch ein großes Medieninteresse hervor.

Der Notfallverbund Leipziger Archive und Bibliotheken wurde am 21. Mai 2012 gegründet, Vorsitzende ist Frau Dr. Almuth Märker (Universitätsbibliothek Leipzig). Zweck des Zusammenschlusses ist die gegenseitige Unterstützung beim Schutz von Kulturgut im Notfall – bei Brand, Wasser, Unwettern, technischen Defekten und anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Dem Verbund gehören derzeit 21 Leipziger Einrichtungen an, darunter die größeren Leipziger Archive, die Deutsche Nationalbibliothek, die Stadt- und die Universitätsbibliothek.

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