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Tag des offenen Denkmals im Archivzentrum Hubertusburg

13.09.2013

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Blick in den Bereich Restaurierung/Konservierung des Archivzentrums Hubertusburg
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Am 8. September 2013 öffneten die Sachgebiete Restaurierung, Konservierung, Verfilmung von Archivgut und Audiovisuelle Medien des Staatsarchivs ihre Türen für interessierte Besucher.

»Guck mal, dort oben habe ich mal gewohnt!« – Diese Aussage erklang letzten Sonntag zum Tag des offenen Denkmals regelmäßig vor dem Archivzentrum Hubertusburg (AZH). Während das Hauptschloss schon seit Ende April das große Interesse der Besucher genoss, konnte sich an diesem Tag, der unter dem Motto »Unbequeme Denkmale« verlief, auch das Referat 13 des Sächsischen Staatsarchivs beteiligen. Über 3.000 Besucher wurden auf dem Areal der Hubertusburg gezählt, was die Gunst der Bevölkerung für das ehemalige Residenzschloss erneut bestätigte.

Das Archivzentrun Hubertusburg wurde bereits im März 2009 eröffnet. Als Zentralwerkstatt zur Erhaltung von Archivgut bearbeiten die Sachgebiete Konservierung/Restaurierung und Reprografie die schriftliche Überlieferung der Abteilungen des Sächsischen Staatsarchivs. So wird dem Verfall der unikalen Archivalien die Stirn geboten. Daneben werden im Sachgebiet Audiovisuelle Medien die Kinofilm-Materialien, Video- und Tonaufnahmen des Sächsischen Staatsarchivs vollständig betreut.

Herr Innenminister Ulbig ließ es sich nicht nehmen, seinen Gästen nach dem Besuch der Sonderausstellung im Hauptschloss auch das Archivzentrum zu präsentieren. In einem 30-minütigen Rundgang durch das Sachgebiet Restaurierung/Konservierung wurden Einblicke in aktuelle Arbeiten gewonnen. Anhand ausgewählter »Vorher-Nachher-Objekte« wurde eine Vorstellung vermittelt, wie viel Liebe zum Detail und Fingerspitzengefühl im Bereich der In-Situ-Repair angewandt werden muss. Über die Galerie war das Herzstück der Restaurierung, die Papiernassbehandlungsanlage, zu bestaunen. Darin können geschädigte Schriftstücke in sieben Becken mit unterschiedlichen Chemikalien – auf das Papier und die Tinte abgestimmt – entsäuert und stabilisiert werden.

Auch das Historische Archiv der Stadt Köln, das seit 2011 im Rahmen einer Kooperation Einrichtungen des Archivzentrums Hubertusburg nutzt, beteiligte sich am Tag des offenen Denkmals in Wermsdorf. Hier wurden Informationen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs sowie zur Rettung der Archivgutbestände vermittelt.

Das Sachgebiet Reprografie präsentierte seine Technik, zusätzlich konnten Arbeitsabläufe anhand von Informationstafeln nachvollzogen werden. Die Besucher folgten aufmerksam den Erklärungen der Mitarbeiter des Archivzentrums.

Das Sachgebiet Audiovisuelle Medien brachte sich mit zwei Beiträgen ein. Zum einen wurde ein Video-Zusammenschnitt zur Baugeschichte des Archivzentrums aus den Jahren 2006 bis 2008 erstmals gezeigt. Darin war zu erkennen, in welchem Zustand sich das Gebäude ursprünglich befand. Auch die komplette Entkernung des Gebäudeteils wurde so erst nachvollziehbar. Zum anderen wurden Beispiele für audiovisuelle Archivalien aller Archivabteilungen in Dauerschleife in einem improvisierten Archivkino gezeigt.

Für die Veranstalter des Tages des offenen Denkmals sowie für die Mitarbeiter des AZH war es ein gelungener Tag und auch der Abschiedsgruß der Gäste »Auf Wiedersehen! Nächstes Jahr müssen wir das unseren Bekannten zeigen!« bestätigte die Beschäftigten in Ihrer Tätigkeit. Und so hoffen wir, dass wir nächstes Jahr am 14. September 2014 unter dem Motto »Farbe« erneut so großen Zuspruch erhalten und bedanken uns für das rege Interesse.

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