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Wanderausstellung im Schloss Freudenstein

06.03.2015

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Alter Martin Stolln in Krupka
(©Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH / Foto: Jan Watzek)

Im Ausstellungsfoyer des Bergarchivs ist ab morgen für vier Wochen die Ausstellung »Geheimnisvolle über- und untertägige Welt im Erzgebirge« zu sehen.

Das Montanwesen war die prägendste Industrie im Erzgebirge und formte über Jahrhunderte eine einzigartige Kulturlandschaft von internationaler Bedeutung. Auf 17 Rollbannern informiert die Ausstellung über ausgewählte historische Bergbaugebiete im Erzgebirge sowohl auf sächsischer als auch auf tschechischer Seite. Luftbilder von Bergbaustädten und zahlreiche hochwertige Fotos von Stätten über- und untertage zeugen von der weltweit einmaligen Fülle an Objekten in den unterschiedlichsten Facetten der montanen Kulturlandschaft Erzgebirge.

Die Ausstellung wurde im Rahmen eines im vergangenen Jahr beendeten »Ziel 3«-Projekts von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und der Region Karlsbad erarbeitet. Sie ist vom 07. März bis zum 04. April 2015 im Ausstellungsfoyer des Bergarchivs im Schloss Freudenstein, Schlossplatz 4, 09599 Freiberg zu sehen und täglich zwischen 10:00 und 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Zum Welterbe-Projekt »Montanregion Erzgebirge/Krušnohoři«

Drei Landkreise sowie 35 Städte und Gemeinden in Sachsen und Tschechien haben sich über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zusammengeschlossen, um ausgewählte Sachzeugen der 800-jährigen Bergbau- und Hüttengeschichte in die Welterbeliste der UNESCO aufzunehmen. Die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoři wird dabei von 44 deutschen und 9 tschechischen Elementen repräsentiert. Freiberg ist mit seiner Altstadt und dem Bergmännischen Wasserwirtschaftssystem vertreten. Mit einer Entscheidung der UNESCO in Paris ist im Jahr 2016 zu rechnen.

Zum Bergarchiv Freiberg

Das Bergarchiv Freiberg ist die Abteilung 5 des Sächsischen Staatsarchivs. Es verwahrt rund 4.500m Akten, 60.000 Karten, Risse und Pläne sowie 30.000 Fotos zur sächsischen Bergbau- und Montangeschichte. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1477, das jüngste aus dem Jahr 2005. Genutzt werden die Unterlagen von Wissenschaftlern, Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Heimatforschern, pro Jahr besuchen etwa 1.500 Personen das Bergarchiv.

Weiterführende Informationen

Zum Ausstellungsplakat gelangen Sie über den Download.

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© Sächsisches Staatsarchiv