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Website »Sächsische Gerichtsbücher« freigeschaltet

20.09.2016

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Freischaltung der Website »Sächsische Gerichtsbücher«
(©Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Regine Bartholdt)

Seit dem 16. September 2016 ist die neue Website »www.saechsische-gerichtsbuecher.de« online verfügbar.

Während eines mit 80 Teilnehmern sehr gut besuchten Fachkolloquiums im Staatsarchiv Leipzig wurde die neue Rechercheplattform von der Direktorin des Staatsarchivs, Dr. Andrea Wettmann, und der Leiterin des Fachbereichs Geschichte des Projektpartners Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. (ISGV), Prof. Dr. Martina Schattkowsky, gemeinsam freigeschaltet. Die Teilnehmer nutzten in den Pausen sehr rege die Möglichkeit für erste Recherchen auf der neuen Website.

Recherchen auf der neuen Website

Recherchen auf der neuen Website
(© Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Regine Bartholdt)

Das Sächsische Staatsarchiv hat ab 2013 in einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer Sachbeihilfe von 393.600 € geförderten Projekt die sächsischen Gerichtsbücher elektronisch erschlossen und online nutzbar gemacht. Im Rahmen des Projekts sind 25.925 Gerichtsbücher mit einer Laufzeit von 1359 bis 1914 erfasst worden. Darin sind mehr als 218.000 Einträge zu ca. 4.700 Orten und 1.350 Gerichtsstellen ermittelt worden. Die Online-Recherche ist nun über eine Ortssuche sowie über eine Suche nach Gerichtsstellen möglich. Die ortsbezogenen Daten sind darüber hinaus mit dem »Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen« und dem »Repertorium Saxonicum« des ISGV verknüpft worden.

Diskussion während des Kolloquiums

Diskussion während des Kolloquiums
(© Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Regine Bartholdt)

Die Teilnehmer des Kolloquiums – Familien- und Heimatforscher, Historiker, Archivare und interessierte Bürger aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – erhielten in fünf Vorträgen Einblicke in die Spezifik des Bestands 12613 Gerichtsbücher, die Erschließungsmethode und die Projektergebnisse. In einer in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden erarbeiteten Karte sind die Gerichte, bei denen die Gerichtsbücher entstanden sind, eingezeichnet. Eine Auswahl an Originalen zeigte in einer Kabinettausstellung die Vielfalt und Bedeutung der sächsischen Gerichtsbücher für die Forschung, aber auch als Spiegel des Alltags im städtischen und ländlichen Raum seit dem ausgehenden Mittelalter.

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