Beständeübersicht
Bestand
20529 Rittergut Rittmitz
Datierung | 1641 - 1856 |
---|---|
Benutzung im | Staatsarchiv Leipzig |
Umfang (nur lfm) | 0,99 |
Geschichte des Ritterguts Rittmitz
Das nördlich von Döbeln im Territorium des Amts Leisnig gelegene Rittergut Rittmitz war altschriftsässig. Neben Rittmitz gehörten auch Obergoseln und Oberranschütz sowie Güter in Niedergoseln und Schlagwitz (bei Döbeln) zum Gerichtsbezirk des Ritterguts. Schlagwitz fungierte über mehrere Jahrhunderte als Vorwerk des Ritterguts. Zum Rittergut gehörte eine Kirche in Rittmitz, in die auch die Bewohner in Schlagwitz eingepfarrt waren.
Das Rittergut gehörte im 15. Jh. der Familie Marschall von Bieberstein. Als Besitzer seit dem 17. Jh. sind die Familien von Bock, von Preuß, von Lüttichau und Petzsch bekannt. 1825 erwarb Christian Gottlieb Graf von Hohenthal (auf Püchau) Rittmitz. Es wurde unter seinem Nachfolger in die Hohenthalsche Fideikommissverwaltung eingegliedert. Bereits im Jahr 1847 trat Carl Friedrich Anton Graf von Hohenthal die Gerichtsbarkeit des Ritterguts freiwillig an den Staat ab. Am 30. Dezember 1847 wurde diese Gerichtsbarkeit in Bezug auf Rittmitz dem Justizamt Mügeln übertragen, in Bezug auf Obergoseln und Oberranschütz dem Justizamt Leisnig.
Besitzer des Ritterguts Rittmitz:[01]
Bestandsgeschichte und -bearbeitung
Die Unterlagen gelangten vom Sächsischen Hauptstaatsarchiv um 1960 in das damalige Landesarchiv Leipzig. Die Akten wurden 1965 in einer Findkartei verzeichnet. Die Verzeichnungsangaben aus der Findkartei sind 2023 anhand der Akten überprüft und elektronisch nutzbar gemacht worden. Dabei wurden zahlreiche Angaben korrigiert und der Bestand sachlich gegliedert. Die im Bestand 12613 Gerichtsbücher befindlichen Gerichtsbücher des Ritterguts Rittmitz wurden virtuell erfasst.
Überlieferungsschwerpunkte
Der Bestand enthält 71 Akten und Gerichtsbücher mit einem zeitlichen Umfang von 1641 bis 1847. Einige Kirchenangelegenheiten datieren bis 1856. Die Überlieferung ist lückenhaft, deckt aber viele Bereiche der Patrimonialgerichtsbarkeit ab. Der Bestand enthält auch Privatakten des Christian Gottlieb Graf von Hohenthal zu einem Prozess vor dem Appellationsgericht.
Hinweise zur Benutzung
Die Erfassung erfolgte mit dem PC-Programm AUGIAS 9.2. Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: SächsStA-L, 20529 RG Rittmitz, Nr. (fettgedruckte Zahl).
Verweis auf korrespondierende Bestände
B. Richter
März 2023
[01] Neue sächsische Kirchengalerie, Ephorie Leisnig, Leipzig 1900, Sp. 652 ff.- Axel Flügel, Bürgerliche Rittergüter, S. 161 ff.- 20026 AH Döbeln, Nr. 147.
Das nördlich von Döbeln im Territorium des Amts Leisnig gelegene Rittergut Rittmitz war altschriftsässig. Neben Rittmitz gehörten auch Obergoseln und Oberranschütz sowie Güter in Niedergoseln und Schlagwitz (bei Döbeln) zum Gerichtsbezirk des Ritterguts. Schlagwitz fungierte über mehrere Jahrhunderte als Vorwerk des Ritterguts. Zum Rittergut gehörte eine Kirche in Rittmitz, in die auch die Bewohner in Schlagwitz eingepfarrt waren.
Das Rittergut gehörte im 15. Jh. der Familie Marschall von Bieberstein. Als Besitzer seit dem 17. Jh. sind die Familien von Bock, von Preuß, von Lüttichau und Petzsch bekannt. 1825 erwarb Christian Gottlieb Graf von Hohenthal (auf Püchau) Rittmitz. Es wurde unter seinem Nachfolger in die Hohenthalsche Fideikommissverwaltung eingegliedert. Bereits im Jahr 1847 trat Carl Friedrich Anton Graf von Hohenthal die Gerichtsbarkeit des Ritterguts freiwillig an den Staat ab. Am 30. Dezember 1847 wurde diese Gerichtsbarkeit in Bezug auf Rittmitz dem Justizamt Mügeln übertragen, in Bezug auf Obergoseln und Oberranschütz dem Justizamt Leisnig.
Besitzer des Ritterguts Rittmitz:[01]
Bestandsgeschichte und -bearbeitung
Die Unterlagen gelangten vom Sächsischen Hauptstaatsarchiv um 1960 in das damalige Landesarchiv Leipzig. Die Akten wurden 1965 in einer Findkartei verzeichnet. Die Verzeichnungsangaben aus der Findkartei sind 2023 anhand der Akten überprüft und elektronisch nutzbar gemacht worden. Dabei wurden zahlreiche Angaben korrigiert und der Bestand sachlich gegliedert. Die im Bestand 12613 Gerichtsbücher befindlichen Gerichtsbücher des Ritterguts Rittmitz wurden virtuell erfasst.
Überlieferungsschwerpunkte
Der Bestand enthält 71 Akten und Gerichtsbücher mit einem zeitlichen Umfang von 1641 bis 1847. Einige Kirchenangelegenheiten datieren bis 1856. Die Überlieferung ist lückenhaft, deckt aber viele Bereiche der Patrimonialgerichtsbarkeit ab. Der Bestand enthält auch Privatakten des Christian Gottlieb Graf von Hohenthal zu einem Prozess vor dem Appellationsgericht.
Hinweise zur Benutzung
Die Erfassung erfolgte mit dem PC-Programm AUGIAS 9.2. Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: SächsStA-L, 20529 RG Rittmitz, Nr. (fettgedruckte Zahl).
Verweis auf korrespondierende Bestände
B. Richter
März 2023
[01] Neue sächsische Kirchengalerie, Ephorie Leisnig, Leipzig 1900, Sp. 652 ff.- Axel Flügel, Bürgerliche Rittergüter, S. 161 ff.- 20026 AH Döbeln, Nr. 147.
Grundlagen des Ritterguts.- Gerichtsbücher.- Gerichtsprotokolle.- Zivilgerichtsbarkeit.- Freiwillige Gerichtsbarkeit.- Lokalverwaltung.- Patronat.- Einziehung landesherrlicher Steuern.- Grundherrlich-bäuerliche Verhältnisse.- Familienarchiv.
Das nördlich von Döbeln im Territorium des Amts Leisnig gelegene Rittergut Rittmitz war altschriftsässig. Neben Rittmitz gehörten auch Obergoseln und Oberranschütz sowie Güter in Niedergoseln und Schlagwitz (bei Döbeln) zum Gerichtsbezirk des Ritterguts. Das Rittergut gehörte im 15. Jh. der Familie Marschall von Bieberstein. Als Besitzer seit dem 17. Jh. sind die Familien von Bock, von Preuß, von Lüttichau, Petzsch und von Hohenthal (auf Püchau) bekannt. Bereits im Jahr 1847 trat Carl Friedrich Anton Graf von Hohenthal die Gerichtsbarkeit des Ritterguts freiwillig an den Staat ab. Am 30. Dezember 1847 wurde diese Gerichtsbarkeit in Bezug auf Rittmitz dem Justizamt Mügeln übertragen, in Bezug auf Obergoseln und Oberranschütz dem Justizamt Leisnig.
- 2023 | Findbuch / Datenbank
- 2024-02-13 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5