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Hans Feyl (Feyel) zu Torgau, kurfürstlicher und herzoglicher Kanzleischreiber, verkauft die ihm vom Kurfürsten nach Lehnsanfall, ehemals Nikl von Knauen gehörenden Mannlehngüter im Amt Altenburg an Haugold (Hugold) von Einsiedel auf Gnandstein, seine Brüder und Erben. Es handelt sich um folgende Güter, Erbzinsen und Fronen mit Erbgerichten, Lehen und allen Gerechtigkeiten, wie sie die von Knauen Zeit ihres Lebens gehabt haben:
20392 Rittergut Gnandstein
Archivaliensignatur | U 58 |
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Datierung | 1518 Januar 11 |
Hans Feyl (Feyel) zu Torgau, kurfürstlicher und herzoglicher Kanzleischreiber, verkauft die ihm vom Kurfürsten nach Lehnsanfall, ehemals Nikl von Knauen gehörenden Mannlehngüter im Amt Altenburg an Haugold (Hugold) von Einsiedel auf Gnandstein, seine Brüder und Erben. Es handelt sich um folgende Güter, Erbzinsen und Fronen mit Erbgerichten, Lehen und allen Gerechtigkeiten, wie sie die von Knauen Zeit ihres Lebens gehabt haben:
- im Dorf Gröba (Groben) 1 Schock 20 Groschen Zins zahlt Vrban Wurm von seiner Hofröde (Houereyte) und 1 1/2 Hufen Landes an Acker, Wiesen und Gehölze zu Michaelis;
- im Dorf Primmelwitz (Prymelbitz) 1 Schock Zins zu Michaelis, 2 Tage Fron mit dem Pfluge jedes Jahr einen in der Fastenzeit und einen im Herbst oder für je einen Tag 8 Groschen von Gangolf Tschetscha von seiner Hofröde (Houereyte) und 3/4 (Hufe) Landes;
- ebenso von Brosius Paur daselbst 48 Groschen Zins zu Michaelis, 2 Tage Fron mit dem Pflug jedes Jahr, einen in der Fastenzeit, einen im Herbst, oder für je einen Tag 8 Groschen von seiner Hofröde (Houereyte) und 3/4 (Hufe) Landes;
- ebenso Gregor Tschetsch zu Primmelwitz (Prymelbitz) 5 Groschen von einem halben Acker Feldes in der Flur zu Fockendorf Zins zu Michaelis;
- in dem wüsten Dorf und Flur Drotschen 1 Schock 21 Groschen Zins von Michael Heinrich;
- im Dorf Walterstorff von 6 1/2 Hufen Landes an Acker, Wiesen und Gehölz, die er selbst zu Drotschen hat, halb zu Walpurgis, die andere Hälfte zu Michaelis;
- im Dorf Monstab Brosius furman 3 Groschen Brotzins zu Weihnachten von einer wüsten Baustatt und Garten;
- im Dorf Gerstenberg Vintz Gunderman 15 Groschen Zins von einer wüsten Baustatt und Garten auf 1 Acker Feldes gerechnet;
- ebenso Lorenz, der "Müllner" dasselbst 3 Groschen und 2 Hühner zu Michaelis von einer wüsten Hausstatt und Garten auf 1 1/2 Acker an Feld gerechnet;
- im Dorf Trebanz (Trebantz) Jacob Tschetscha 13 Groschen Zins von 3 Ackern Feldes, nämlich 2 Acker in der Flur Gerstenberg (Gerstenbergk) und der 3. in der Flur zu Lohma (Loemen), dazu von 1 Acker und einem Viertel Wiese in der Flur zu Trebanz gelegen, zahlbar zu Michaelis;
- Gangolf Tschetschaw 4 Groschen Zins von 2 Ackern Wiese in der Flur und Aue zu Serbitz (Serwitz);
- im Dorf Fockendorf Brosius Gunther 22 Groschen Zins von 2 1/2 Acker Feldes, die ihm erblich gelassen von seinem Gute, das vom Altenburger Komtur zu Lehn rührt zu Michaelis.
Diese Zinsen und Abgaben betragen zusammen 6 Schock und 7 Groschen jährlich und werden verkauft für 350 Rheinische Gulden an Münzen der Landeswährung. Diese wurden in Gegenwart des Fabian von Feilitsch bezahlt und werden hiermit quittiert.
Ausfertigung, eigenhändig (sehr schöne Kanzleischrift des Feyl) Pergament 559 x 430 (-420) mm, Umbug 79 mm Deutsch | |
Beglaubigungsmittel: | Siegel des Amtmannes zu Altenburg, Sebastian von Kötteritsch wird aus Mangel eines eigenen Siegels des Ausstellers angekündigt, verloren. |
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Verweis: | Vgl. U 61, U 74, U 75, U 76, U 79, U 86, U 88. |
Provenienz: | Haugold von Einsiedel (1462/63 - 1522) |
Ausstellungsort: | Altenburg (Aldenburgk) |
Vermerke: | Dorsualvermerke: "Erbverkauff" "No. 6"; "No. 671"; "Hansen Feylß Brieff Kegen Hugold(den) v(on) Einsiedel 1418"; "Diße zinse ßeint alleßampt ausgeschlossen di czins zu gerstenbergk mit vorgunst des Durchlauchtigsten Churfursten zu Sachßen (und) Herzog Johanßen (und) den Nonnen vnd dem Deutzschen haus zu Aldenburgk vorwechßelt vnd der vbrige teil Hern gunthern von bunau ritter vnd Amptman zw Ald(en)burgk vorkaufft nach inhalt hibei ligender papier vnd register. Act(um) im XXIX iare der wenigen zale." |
Registratursignatur: | VIII 1518 J 1 |