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Beständeübersicht

Bestand

12613 Gerichtsbücher

Datierung1421 - 1914
Benutzung im Hauptstaatsarchiv Dresden
Umfang (nur lfm)2.321,95
Die Gerichtsbücher werden ausschließlich in Form von Mikrofilmen zur Benutzung vorgelegt. Die Stadtorte Hauptstaatsarchiv Dresden und Staatsarchiv Leipzig verfügen über eine vollständige Serie, der Standort Staatsarchiv Chemnitz verfügt im Rahmen seiner regionalen Zuständigkeit über Mikrofilme zu Orten, die im Sprengel folgender Amtsgerichte lagen: Adorf/V., Annaberg, Aue, Auerbach/V., Augustusburg, Brand-Erbisdorf, Burgstädt, Chemnitz, Crimmitschau, Ehrenfriedersdorf, Eibenstock, Elsterberg/V., Falkenstein/V., Frankenberg, Frauenstein, Freiberg, Glauchau, Hainichen, Hartenstein, Hohenstein-Ernstthal, Jöhstadt, Johanngeorgenstadt, Kirchberg, Klingenthal, Lengefeld, Lengenfeld/V., Lichtenstein-Callnberg, Limbach, Lößnitz, Marienberg, Markneukirchen, Meerane, Mittweida, Oberwiesenthal, Oederan, Oelsnitz/V., Olbernhau, Pausa, Penig, Plauen, Reichenbach, Rochlitz, Sayda, Scheibenberg, Schneeberg, Schöneck, Schwarzenberg, Stollberg, Treuen, Waldenburg, Werdau, Wildenfels, Wolkenstein, Zöblitz, Zschopau, Zwickau und Zwönitz.
Groß, Reiner: Gerichtsbücher und Protokolle der sächsischen Lokalbehörden bis 1856 im Sächsischen Landeshauptarchiv Dresden. In: Archivmitteilungen. Jg. 13. 1963, S. 186 - 190

Berwinkel, Holger: "Wege zur Erschließung von Gerichtsbüchern im Sächsischen Staatsarchiv - Erfahrungen anderer Archive." In: Hirsch, Volker (Hg.): Archivarbeit - die Kunst des Machbaren. Ausgewählte Transferarbeiten des 39. und 40. Wissenschaftlichen Kurses an der Archivschule Marburg. Marburg 2008 (Veröffentlichungen der Archivschule Marburg 47), S. 13-46.

Berwinkel, Holger: Sächsische Gerichtsbücher und ihre archivische Überlieferung. In: Archivalische Zeitschrift. 91 (2009), S. 147- 171.
Der Bestand enthält fast 23.000 Gerichtsbücher aus mehr als 1350 Gerichtsstellen (Ämter, Städte, Rittergüter, geistliche Gerichte u. a.). Überliefert sind überwiegend Gerichtshandelsbücher für alle Handlungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie Vormundschafts-, Kauf-, Konsens-, Lehnbücher und weitere Arten von Gerichtsbüchern. Die Archivalien können auf der Website Sächsische Gerichtsbücher recherchiert werden.

Zu verweisen ist grundsätzlich auf die Überlieferung weiterer Gerichtsbücher und der korrespondierenden Gerichtsprotokolle in den Beständen der Lokalverwaltung (Ämter, Herrschaften und Kommunen) des Sächsischen Staatsarchivs.

Von folgenden Amtsgerichten abgegebene Gerichtsbücher (Kaufbücher, Konsensbücher, Schöppenbücher, Testamentsbücher, Vormundschaftsbücher) von Ämtern, Städten, Grundherrschaften:
Adorf (Vogtland).- Altenberg.- Annaberg.- Aue.- Auerbach.- Augustusburg.- Bautzen.- Bernstadt.- Bischofswerda.- Borna.- Brand-Erbisdorf.- Burgstädt.- Chemnitz.- Colditz.- Crimmitschau.- Dippoldiswalde.- Döbeln.- Dresden.- Ebersbach.- Ehrenfriedersdorf.- Eibenstock.- Elsterberg (Vogtland).- Falkenstein (Vogtland).- Frankenberg.- Frauenstein.- Freiberg.- Freital.- Frohburg.- Geithain.- Glauchau.- Grimma.- Großenhain.- Großschönau.- Hainichen.- Hartenstein.- Herrnhut.- Hohenstein-Ernstthal.- Jöhstadt.- Johanngeorgenstadt.- Kamenz.- Kirchberg.- Klingenthal.- Königsbrück.- Königstein.- Kötzschenbroda.- Lauenstein.- Bad Lausick.- Leipzig.- Leisnig.- Lengefeld (Erzgebirge).- Lengenfeld (Vogtland).- Lichtenstein-Callnberg.- Limbach.- Löbau.- Lößnitz.- Lommatzsch.- Marienberg.- Markneukirchen.- Markranstädt.- Meerane.- Meißen.- Mittweida.- Mügeln.- Neusalza-Spremberg.- Neustadt.- Niesky.- Nossen.- Oberwiesenthal.- Oederan.- Oelsnitz (Vogtland).- Olbernhau.- Oschatz.- Ostritz.- Pausa.- Pegau.- Penig.- Pirna.- Plauen (Vogtland).- Pulsnitz.- Radeberg.- Radeburg.- Reichenau.- Reichenbach (Vogtland).- Riesa.- Rochlitz.- Rötha.- Rosswein.- Sayda.- Schandau.- Scheibenberg.- Schirgiswalde.- Schneeberg.- Schöneck (Vogtland).- Schwarzenberg.- Sebnitz.- Stollberg.- Stolpen.- Taucha.- Tharandt.- Treuen.- Waldenburg (Sachsen).- Waldheim.- Werdau.- Wildenfels.- Wilsdruff.- Wolkenstein.- Wurzen.- Zittau.- Zöblitz.- Zschopau.- Zwenkau.- Zwickau.- Zwönitz.
Unter Gerichtsbüchern versteht man alle bis in das 19. Jahrhundert hinein bei den Lokalbehörden geführten Bücher, in die Handlungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit eingetragen wurden, v. a. Grundstückskäufe und -verpfändungen, aber auch Nachlass- und Vormundschaftsangelegenheiten. Diese Eintragungen besaßen den Charakter und die Beweiskraft von Urkunden. Die Aufzeichnung von Handlungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit und die Aufbewahrung an öffentlicher Stelle begann schon im 13. Jahrhundert, in größerem Umfang geschah dieses bei den lokalen Ämtern, Patrimonialgerichten und kleineren Städten aber erst im 16. Jahrhundert. Die Gerichtsbücher sind in Sachsen in der Regel nicht wesentlich über die Jahre 1845/1855 hinaus weiter geführt worden. Mit Gesetz vom 06.11.1843 wurde angeordnet, dass bei allen Gerichtsbehörden, die Gerichtsbarkeit über Immobilien auszuüben hatten, Grund- und Hypothekenbücher zu führen waren, die die Gerichtsbücher ersetzten.

Weitere Angaben siehe 1.5.2 Ältere Kreis- und Amtshauptmannschaften, Ämter
  • 2016 | Elektronisches Findmittel; Recherchen auf der Website <a href="http://www.saechsische-gerichtsbuecher.de">Sächsische Gerichtsbücher</a>
  • 2020-09-16 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.1
  • um 1924 - 1963 | Findbuch 112 Bde.
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