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Beständeübersicht

Bestand

40095 VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg samt Vorgängerbetrieben und Nachfolgern

Datierung1830 - 1997
Benutzung im Bergarchiv Freiberg
Umfang (nur lfm)287,57
Vorwort

1. Der VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg und seine Vorgängerbetriebe

Der Freiberger Bergbau und sein Hüttenwesen prägten über Jahrhunderte die Bergstadt selbst und ihr Umfeld.
Nachdem es 1913 zur Stilllegung des Freiberger Bergbaus kam, wurde rund zwanzig Jahre später der Bergbau hier wieder aufgenommen. 1937 kam es zur Gründung der Sachsenerz Bergwerks GmbH, später AG, in welcher sich der Erzgebirgische Bergbau zu einem Großteil konzentrierte.
Nach Kriegsende wurden die Freiberger Gruben und die Gruben des Brander Reviers der Industrieverwaltung 6 unterstellt.
Die Verhüttungsbetriebe, welche vormals zum Oberhüttenamt bzw. zur Oberdirektion der staatlichen Hütten- und Blaufarbenwerke gehörten, gliederte man der Industrieverwaltung 5 an.
Später kam es zur Gründung der VVB (z) Buntmetall, welcher die Gruben und die Verhüttungsbetriebe unterstellt wurden.
1951 wurden die Gruben im VEB Bleierzgruben Freiberg, die Hütten 1956 im VEB Freiberger Bleihütten vereinigt.
Diese Betriebe wurden am 1.1. 1961 im VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg zusammengefasst.
Das Kombinat, zu Blütezeiten mit ca. 12 000 Beschäftigten, war nicht nur für das Wirtschaftsleben, sondern auch für das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Region von tragender Bedeutung.
Nach der endgültigen Stilllegung des Freiberger Bergbaus im Jahre 1969 änderte sich das Produktionsprofil des Kombinates in Richtung auf Edelmetall- und Buntmetallerzeugnisse, Sonderwerkstoffe und Sonderproduktionen (Rationalisierungsmittelbau, Konsumgüter, Baustoffe, Bandstahl, Strahlmittel u. a.).
In den sechziger und siebziger Jahren wurden weitere Betriebe in das Kombinat integriert: VEB Zinnerz Altenberg, VEB Zinn- und Spatgruben Ehrenfriedersdorf, Rationalisierungsbetrieb Freiberg, Forschungsinstitut für Nichteisenmetalle, Schwefelkiesgrube Elbingerode, VEB Kühlerbau Freiberg, VEB Halbzeugwerk Auerhammer, VEB Sächsisches Metallwerk, Firma Trinks Eisenbau Freiberg, Firma Sägenbau Bieberstein, VEB Nickelhütte Aue und VEB Nickelhütte St. Egidien.
Einige dieser Betriebe wurden nach 1989 wieder selbständige Unternehmen.
Aus dem Kombinat ging 1990 die Saxonia AG Metallhütten- und Verarbeitungswerke Freiberg hervor, die später in die Saxonia Standortentwicklungs- und Verwertungs GmbH umgewandelt wurde.
1993 wurde die Hütte Muldenhütten von der Rheinischen Zinkgesellschaft mbH erworben und firmiert seitdem unter dem Namen Muldenhütten Recycling und Umwelt GmbH.

2. Bestandsgeschichte und Bearbeitungsbericht des Bestandes VEB Bergbau- und Hüttenkombinat, Kombinatsleitung und Stammbetrieb Freiberg samt Vorgängerbetrieben - Akten

Zwischen 1992 und 1997 wurde der Bestand des ehemaligen Bergbau- und Hüttenkombinates von der Saxonia AG an das Sächsische Bergarchiv übergeben.
Es handelte sich dabei um ca. 120 lfd.m Akten des BHK und seiner Vorgängerbetriebe ( VEB Bleierzgruben, VEB Freiberger Bleihütten, VEB Feinzink, VEB Zinnhütte Freiberg) und Nachfolger (Saxonia GmbH, Saxonia AG). Außerdem befinden sich im Bestand einige Akten (vorwiegend der Rechtsabteilung bzw. des Justitiars) der Provenienzen Sachsenerz-Bergwerks AG, Oberdirektion der Erzbergwerke und VVB Buntmetall. Da diese Akten aufgrund ihres Inhaltes schwer zu trennen sind bzw. durch Trennung ein Informationsverlust entstehen würde, wurden diese im Bestand belassen.
Die Akten bestanden zum größten Teil aus Stehordnern und waren zu Bündeln formiert. Zum Auffinden der vier- bis fünfstelligen Signaturen existierte lediglich eine sogenannte "Bündelliste" ohne Angaben zum Akteninhalt oder zur Datierung. Der Bestand war also praktisch nicht benutzbar.
Aufgrund der besonderen Bedeutung dieses Bestandes wurde bereits im Juli 2001 mit der Erschließung begonnen und dazu im Vorfeld eine entsprechende Klassifikation auf der Basis der Betriebsstruktur des ehemaligen BHK erarbeitet. (s. Inhaltsverzeichnis)
Die Verzeichnung erfolgte nach Bärschem Prinzip auf AUGIAS. Die Eingabemaske wurde entsprechend den Erfordernissen des Bestandes angepasst.
Bei der Titelbildung wurde teilweise schematisch im Telegrammstil vorgegangen, um eine bessere Übersichtlichkeit im Findbuch zu erzielen. Oftmals erwies sich eine Präzisierung des Titels im Enthält-Vermerk als vorteilhaft.
Da die Klassifizierung des Bestandes ziemlich detailliert ist, wurde zur Erleichterung der Benutzung ein Firmen- bzw. Betriebsteilindex angelegt.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen wurden einige Akten für die allgemeine Benutzung gesperrt und durch entsprechende Sperrfristen ausgewiesen.
Im Zuge der Verzeichnung erfolgte auch eine Bewertung des Bestandes, hier kam es zur Kassation von Doppelstücken und nichtarchivwürdigem Registraturgut.
Der Bestand dokumentiert in umfassender Weise Bergbau und Hüttenwesen im Zuständigkeitsbereich des Bergbau- und Hüttenkombinates und seiner Vorgänger, also die wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse einer ganzen Region von ca. 1920 bis in die Nachwendezeit. Das Kombinat war als Roh- und Grundstofflieferant von eminenter Bedeutung für die gesamte Volkswirtschaft der DDR.
Die Erschließung des Bestandes erfolgte durch C. Thiel. Das Findbuch wurde 2004 erstellt.

3. Bestandsgeschichte und Bearbeitungsbericht des Teilbestandes VEB Bergbau- und Hüttenkombinat - Fotosammlung

1997 wurde die Fotosammlung des ehemaligen Bergbau- und Hüttenkombinates von der Saxonia AG an das Sächsische Bergarchiv übergeben.
Es handelte sich dabei um ca. 19.000 Negative und Dias, 1000 Glasplatten, 4000 Fotoabzüge, 2 35mm-Lauffilme und diverse Fotoalben.
Das Material war provisorisch in Kartons und Karteikästen verpackt, ohne jegliche Ablieferungslisten und teilweise völlig ungeordnet, praktisch also nicht benutzbar.
1998 erfolgte durch zwei ehemalige Mitarbeiter des BHK und versierte Kenner des Betriebes eine Grobordnung, Beschriftung und teilweise Auflistung des Bestandes.
Im Juli 2000 wurde mit der Erschließung des Bestandes begonnen und dazu im Vorfeld eine entsprechende Klassifikation auf der Basis der Betriebsstruktur des ehemaligen BHK erarbeitet. (s. Inhaltsverzeichnis).
Die Verzeichnung erfolgte nach Bärschem Prinzip auf AUGIAS. Die Eingabemaske wurde entsprechend den Erfordernissen des Bestandes angepasst.
Aus lagerungstechnischen Gründen (unterschiedliche Größen und Materialien der Sammlung) wurde nachstehende Clusterliste aufgestellt
A Glasplattenpositiv bis 9 x 12
C Glasplattenpositiv bis 13 x 18
E Glasplattenpositiv bis 24 x 30
B Glasplattennegativ bis 9 x 12
D Glasplattennegativ bis 13 x 18
F Glasplattennegativ bis 24 x 30 cm
G Diapositiv 2,4 x 3,6
H Diapositiv bis 6 x 7 cm
W Diapositiv Sonderformat
K Negativ 2,4 x 3,6
M Negativ 5,5 x 5,5 cm
X Negativ Sonderformat
N Fotoabzug bis 9 x 13
O Fotoabzug bis 13 x 18
P Fotoabzug bis 20 x 30
Q Fotoabzug bis 30 x 40
R Fotoabzug über 30 x 40
S Fotoalben bis Archivkartongröße
T Fotoalben Überformate
V Videokassette
U Lauffilme

Aufgrund der Vielzahl der Fotos, Dias etc. wurde bei der Titelbildung schematisch im Telegrammstil vorgegangen, um eine bessere Übersichtlichkeit im Findbuch zu erzielen. Teilweise erwies sich eine Präzisierung des Titels mittels näherer Beschreibung als vorteilhaft.
Im Zuge der Verzeichnung erfolgte auch eine Bewertung der Sammlung, hier kam es zur Kassation von Doppelstücken und teilweise von Mehrfachaufnahmen gleicher Motive.
Bei Personenfotos wurde entsprechend der archivischen Vorgaben für die Bewertung von Personalunterlagen verfahren. (Porträts von Führungskräften und Fotos von Personen mit den Anfangsbuchstaben der Familiennamen TROG wurden aufbewahrt.)
Stark beschädigte Aufnahmen (v. a. Glasplatten) wurden für die Benutzung gesperrt.
Zukünftig ist eine Verfilmung des Gesamtbestandes zur Nutzbarmachung geplant.
Da die Klassifizierung der Sammlung sehr detailliert ist, wurde auf die Erarbeitung eines Indexes verzichtet.
Die Fotosammlung dokumentiert Bergbau und Hüttenwesen im Zuständigkeitsbereich des Bergbau- und Hüttenkombinates und seiner Vorgänger. Besonders wertvoll sind die Aufnahmen von Objekten, welche heute nicht mehr existieren, wie z.B. das Amalgamierwerk in Halsbrücke oder andere Gebäude und Anlagen der Hüttenwerke, abgebaute Fördergerüste und bergmännische Tagegebäude.
Die Bearbeitung des Bestandes erfolgte durch Frau C. Thiel unter Mitarbeit von Frau B. Lohse.
Das Findbuch wurde im Juni 2001 erstellt.

4. Bestandsgeschichte und Bearbeitungsbericht des Teilbestandes VEB Bergbau- und Hüttenkombinat - Risse

Der Bestand lagerte im Betriebsarchiv in Halsbrücke und wurde zwischen 1992 und 1997 von der Saxonia AG an das Bergarchiv Freiberg übergeben.
Die ca. 20.000 Risse stammten vorwiegend aus den Abteilungen Markscheiderei und Freiberger Bleihütten (mit den Vorgängerbetrieben Hütte Halsbrücke und Hütte Muldenhütten), aber auch den Abteilungen Bleierzgruben, Hauptgeologie und Haupttechnologie. Über Ablieferungslisten war der Zugriff auf die Risse gewährleistet, jedoch kaum eine strukturierte Recherche.
2005 wurden die zum Hüttenbetrieb Muldenhütten gehörigen Risse herausgelöst, bewertet und verzeichnet (Bestand 40132), 2006 folgten die Risse des Hüttenbetriebes Halsbrücke (Bestand 40133).
Nach der Bearbeitung der übrigen Risse des VEB Bergbau- und Hüttenkombinats "Albert Funk" Freiberg liegt nun ein Findbuch vor (40095-3). Der Teil Risse ist damit vollständig erschlossen. Vor Beginn der Verzeichnung wurden die einzelnen Teilbestände des VEB Bergbau- und Hüttenkombinats "Albert Funk" Freiberg, in denen sich Risse befanden, gesichtet.
Aus den Teilen "Hütte Muldenhütten", "Verarbeitungsbetrieb Halsbrücke", "Hauptgeologie", "Haupttechnologie", "Hütte Halsbrücke", "Freiberger Bleihütten" und "Bleierzgruben" wurden die als archivwürdig eingestuften Risse entnommen, die übrigen kassiert. Der Teil "Markscheiderei" ist nahezu vollständig in dem Bestand aufgegangen; lediglich Doppelstücke und Kopien sind hier der Vernichtung zugeführt worden.
Für die Hütten Halsbrücke und Muldenhütten ist mit der Gründung der Freiberger Bleihütten und damit der Zusammenlegung der beiden Hütten im Jahr 1956 der zeitliche Beginn der Überlieferung festgelegt; die Risse aus der Zeit davor befinden sich in den jeweils eigen-ständigen Beständen.
Die Grubenüberlieferung wurde vollständig in den Bestand aufgenommen.
Insgesamt besteht der Bestand aus 2358 Rissen verschiedenster Formate.
Die Gliederung des Bestandes ist dreiteilig aufgebaut. Im Teil A befinden sich alle Risse übergreifenden Inhalts, z. B. topographische Karten, Lagepläne, Gebäude, Anlagen und Schemata. Teil B enthält die Risse der zum VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg gehörigen Gruben, während im Teil C diejenigen zu den Hütten und angeschlossenen Betrieben zu finden sind.
Da der größte Teil der Risse die Gruben betrifft (ca. 75 %), ist dieser Gliederungspunkt stark mit Untergruppen untersetzt. Neben den einzelnen Gruben erfolgte dabei jeweils die Unterscheidung in Zulegerisswerk und Grubenrisswerk, die anschließend in die darin enthaltenen Rissarten getrennt wurden. Damit ist eine umfangreiche, aber sich selbst erklärende und den Erfordernissen des Bestandes angepasste Gliederung vorhanden.
Die Verzeichnung der Risse wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durchgeführt. Der überlieferte Titel wurde, wenn möglich, übernommen; es mussten jedoch Angleichungen vorgenommen werden. Zudem waren teilweise Enthält-Vermerke notwendig.
Weiterhin wurden aufgenommen: Datierung (wie auf dem Riss überliefert), Art der Darstellung / Kartengattung (wenn nicht bereits durch die Gliederungsgruppe vorgegeben), angelegt von, Provenienz (wenn abweichend), Beschreibstoff, Maßstab, Format, ältere Signaturen und in einigen Fällen Fertigung und Verweise auf andere Risse. Im Feld Alte Archivsignatur ist die frühere Signatur des Risses aus den einzelnen Teilbeständen im VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg verzeichnet.
Einige Risse mussten aus Bestandserhaltungsgründen für die Benutzung gesperrt werden.

Der Bestand liefert für die Geschichte des VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg eine reichhaltige Überlieferung. Sowohl für das gesamte Kombinat betreffende Themen (z. B. Verwaltung, Soziales, Verfahrensabläufe) wie auch speziell für die Hütten und insbesondere die Gruben sind gute Recherchemöglichkeiten vorhanden. Die Grubenrisse stellen einen reichhaltigen Fundus der unter- und übertägigen Situation im Kombinatsgebiet dar.
Die Bearbeitung erfolgte durch eine ABM-Bearbeiterin und Frau D. Etzold. Das Findbuch wurde 2006 erstellt.

Korrespondierende Bestände:

40091 Industrieverwaltung 5 (Buntmetall)
40092 Industrieverwaltung 6 (Erzbergbau)
40096 VVB Buntmetall und Nachfolger
40069 Bergbehörde Freiberg
40102 Oberdirektion der staatlichen Erzbergwerke
40105 Sachsenerz Bergwerks GmbH/AG
40132 Hütte Muldenhütten
40133 Hütte Halsbrücke
40139 VEB Zinnerz Altenberg mit Vorgängerbetrieben
40137 VEB Nickelhütte St. Egidien
40141 Forschungsinstitut für Nichteisenmetalle Freiberg

Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz:

31813 SED-Grundorganisation des VEB Bergbau- und Hüttenkombinats "Albert Funk" Freiberg

Bundesarchiv:

DG 13 Ministerium für Erzbergbau, Metallurgie und Kali


Literaturhinweise:

Geschichte des VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk" Freiberg 1961 - 1985, Manuskript, um 1986

Wagenbreth, Otfried und Wächtler, Eberhard (Hrsg.), Der Freiberger Bergbau: Technische Denkmale und Geschichte, Leipzig 1988


Claudia Thiel








BHK-Kombinatsleitung und Stammbetrieb Freiberg - VEB Bleierzgruben: Werkleitung und Hauptabteilungen.- Planung.- Ökonomie.- Produktion.- Technik.- Bilanzen.- Gesellschaftliche Organisationen.- Markscheiderei.- Gruben.- Rechtsabteilung.- Altregistratur.- Hauptenergetiker.- Umweltschutz.
BHK-Kombinatsleitung und Stammbetrieb - Saxonia: Gesellschaftliche und Soziale Einrichtungen.- Investitionen.- Elektronische Datenverarbeitung.- Abriss und Demontage.- Sammlungsgut zur Betriebsgeschichte.- Kombinatschronik.- Zentrale FDJ-Leitung.- Kaderabteilung.- Rationalisierungsbetrieb.- Haupttechnologie, Bergbau, Aufbereitung.
BHK-Projektierungsbüro: Bau- und Anlagen.- Projekte der Betriebsabteilungen und Zweigbetriebe des Kombinats.
BHK - VEB Freiberger Bleihütten: Verwaltungsakten der Hütte Halsbrücke, der Hütte Muldenhütten und des VEB Feinzink.
Verarbeitungsbetrieb Halsbrücke, Hütte Muldenhütten und Abteilung Hauptgeologie: Projekte.- Pläne.- Zeichnungen.
Risse: Grund-, Saiger-, Übersichts-, Flachrisse. Situationsrisse. Anlagen- und Maschinenzeichnungen. Übergreifende Angelegenheiten.- Gruben.- Hütten.
Fotografien, Fotonegative, Fotoalben, Glasplatten, Filme.
Nachdem es 1913 zur Stilllegung des Freiberger Bergbaus kam, wurde rund zwanzig Jahre später der Bergbau hier wieder aufgenommen. 1937 kam es zur Gründung der Sachsenerz Bergwerks GmbH, später AG, in welcher sich der Erzgebirgische Bergbau zu einem Großteil konzentrierte.
Nach Kriegsende wurden die Freiberger Gruben und die Gruben des Brander Reviers der Industrieverwaltung 6 unterstellt.
Die Verhüttungsbetriebe, welche vormals zum Oberhüttenamt bzw. zur Oberdirektion der staatlichen Hütten- und Blaufarbenwerke gehörten, gliederte man der Industrieverwaltung 5 an.
Später kam es zur Gründung der VVB (z) Buntmetall, welcher die Gruben und die Verhüttungsbetriebe unterstellt wurden.
1951 wurden die Gruben im VEB Bleierzgruben Freiberg, die Hütten 1956 im VEB Freiberger Bleihütten vereinigt.
Diese Betriebe wurden am 1.1. 1961 im VEB Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“ Freiberg zusammengefasst.
Das Kombinat, zu Blütezeiten mit ca. 12 000 Beschäftigten, war nicht nur für das Wirtschaftsleben, sondern auch für das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Region von tragender Bedeutung.
Nach der endgültigen Stilllegung des Freiberger Bergbaus im Jahre 1969 änderte sich das Produktionsprofil des Kombinates in Richtung auf Edelmetall- und Buntmetallerzeugnisse, Sonderwerkstoffe und Sonderproduktionen (Rationalisierungsmittelbau, Konsumgüter, Baustoffe, Bandstahl, Strahlmittel u.a.).
In den sechziger und siebziger Jahren wurden weitere Betriebe in das Kombinat integriert: VEB Zinnerz Altenberg, VEB Zinn- und Spatgruben Ehrenfriedersdorf, Rationalisierungsbetrieb Freiberg, Forschungsinstitut für Nichteisenmetalle, Schwefelkiesgrube Elbingerode, VEB Kühlerbau Freiberg, VEB Halbzeugwerk Auerhammer, VEB Sächsisches Metallwerk, Firma Trinks Eisenbau Freiberg, Firma Sägenbau Bieberstein, VEB Nickelhütte Aue und VEB Nickelhütte St. Egidien.
Einige dieser Betriebe wurden nach 1989 wieder selbständige Unternehmen.

Aus dem Kombinat ging 1990 die Saxonia AG Metallhütten- und Verarbeitungswerke Freiberg hervor, die später in die Saxonia Standortentwicklungs- und Verwertungs GmbH umgewandelt wurde.
1993 wurde die Hütte Muldenhütten von der Rheinischen Zinkgesellschaft mbH erworben und firmiert seitdem unter dem Namen Muldenhütten Recycling und Umwelt GmbH.
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  • nach 1990 | Abgabeverzeichnis 1 (Freiberger Bleihütten)
  • nach 1990 | Abgabeverzeichnis (Bleierzgruben (mit Altregistratur, Hauptabteilungen))
  • nach 1990 | Abgabeverzeichnis (Projektierungsbüro)
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