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Beständeübersicht

Bestand

40111 Gewerkschaft Morgenstern, Zwickau

Datierung1865 - 1980
Benutzung im Bergarchiv Freiberg
Umfang (nur lfm)21,58
Betriebsgeschichte

Das Steinkohlenwerk Morgenstern war eine Familiengründung des Markscheiders Gotthelf Anton Wiede und dessen Schwiegermutter Johanne Dorothea Sarfert, Eigentümerin des Steinkohlenwerkes Carl Gotthilf Sarferts Erben, aus dem Jahre 1867. Im gleichen Jahr wurde der Morgenstern Schacht 1 abgeteuft, dem 1872 ein zweiter folgte. Über Tage entstanden eine Kokerei und eine Brikettfabrik.
1889 wandelte man das Unternehmen in eine Gewerkschaft um, die zwei Jahre später 755 Beschäftigte zählte. Durch den Erwerb weiterer Kohlenfelder wurde 1900 der Bau eines dritten Morgensternschachtes erforderlich, der mit 1082 Meter Teufe der damals tiefste Schacht in Deutschland war. 1902 konnte das 106,74 ha große östliche Pöhlauer Grubenfeld des benachbarten Zwickauer Brückenberg-Steinkohlenbauvereins erworben werden. 1909 wurde die Förderung auf Schacht 1 eingestellt. 1916 schloss die Gewerkschaft Morgenstern einen Kokereigemeinschaftsvertrag mit dem Zwickauer Brückenberg-Steinkohlenbauverein. Nachdem die Kokerei auf Brückenbergschacht 1 erweitert und eine Teerdestillation angegliedert worden war, begann im April 1918 der vertragsmäßige Gemeinschaftsbetrieb. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen mündete zum 1. Januar 1920 in eine Fusion, die sie aber als getrennte Betriebsabteilungen bestehen ließ. Im gleichen Jahr wurde Schacht 4 als Wetterschacht abgeteuft. Die Belegschaft erreichte 1923 eine Stärke von knapp 5.000. Am 28. Juni 1930 erwarb die Gewerkschaft Morgenstern das Steinkohlenwerk Florentin Kästner & Co. in Reinsdorf, das wie der Brückenberg-Steinkohlenbauverein als selbständige Betriebsabteilung weiterexistierte. Während 1938 noch Schacht 5 abgeteuft werden konnte, blieb Schacht 6 in Folge der Kriegsereignisse unvollendet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gewerkschaft Morgenstern geteilt und als VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop (Morgenstern- und Florentin-Kästner-Schächte) sowie als VEB Steinkohlenwerk Karl Marx (Brückenbergschächte) weitergeführt.


Bestandsgeschichte und -bearbeitung der Akten

Die in diesem Bestand zusammengeführten Unterlagen stammen zum einen aus dem Urbestand Gewerkschaft Morgenstern sowie dem ehemals eigenständigen Bestand Zwickauer Brückenberg-Steinkohlenbauverein, zum anderen wurden sie im Zuge von Bereinigungen den Beständen VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop, VEB Steinkohlenwerk Karl Marx, Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH sowie VVB (Z) Steinkohle, Zwickau entnommen.
Die genannten Unterlagen wurden im Zeitraum 1996 bis 2002 von der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV), Bergwerk Zwickau sowie vereinzelt durch den Steinkohlenbergbauverein Zwickau e.V. an das Bergarchiv abgegeben. Hierbei handelt es sich um Akten des Technisch-Historischen Archivs der Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH (EStEG) als Nachfolgebetrieb des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel, deren Räumlichkeiten sich in der Äußeren Schneeberger Str. 100 in Zwickau befanden. Zum 1. Januar 1995 wurde auf Entscheid der Treuhandanstalt Berlin neben dem Bereich Kokerei / Sanierung und dem Sozialarchiv auch das Technisch-Historische Archiv aus der EStEG ausgegliedert und - unter Beibehaltung o.g. Räumlichkeiten - in die GVV übertragen. Das Technisch-Historische Archiv fungierte als Unternehmens- und Steinkohlenarchiv aller in der DDR tätigen Steinkohlenbergbauunternehmen, deren wirtschaftsleitender Organe sowie aller Rechtsvorgänger. Die bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreichende Überlieferung umfasst insbesondere Unterlagen der VVB Steinkohle, der Steinkohlenwerke des Zwickauer Reviers August Bebel, Martin Hoop und Karl Marx, des Steinkohlenwerkes Oelsnitz, des Steinkohlenwerkes Willi Agatz (Freital), des Steinkohlenwerkes Plötz (Sachsen-Anhalt) sowie der Steinkohlenunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts vornehmlich des Zwickauer und Lugau - Oelsnitzer Reviers. Zu allen Beständen wurden Abgabelisten übergeben.
Von 2002 bis Ende 2004 erfolgte die Bereinigung der oben genannten Bestände. Hinsichtlich der Bestandsabgrenzung in den Jahren 1920 - Fusion mit dem Zwickauer Brückenberg-Steinkohlenbauverein - und 1930 - Verschmelzung mit dem Steinkohlenwerk Florentin Kästner & Co. - ist mit den entsprechenden Unterlagen dieser Vorgängerunternehmen so verfahren worden, dass sie jenem Bestandsbildner zugeordnet wurden, bei dem sie den größten Zuwachs erhalten bzw. welchem sie innerhalb der Aufgabenerledigung am umfassendsten gedient haben. Analog erfolgte auch die Bestandsabgrenzung zu den Nachfolgeunternehmen VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop und VEB Steinkohlenwerk Karl Marx.
Zur diesbezüglich besseren Orientierung ist der Findbucheinleitung ein Schema zu den Steinkohlenbergwerken des Zwickauer Reviers beigefügt.
Im Verlauf des Jahres 2002 erfolgte durch Frau Barbara Schumann im Rahmen einer AB-Maßnahme sowie durch die Bestandsbearbeiterin Frau Mona Harring die Neuverzeichnung der Unterlagen in der Datenbank AUGIAS - Archiv. Bis 2011 nahmen die Bestandsbearbeiterin und Herr A. Henry Zimmermann darüber hinaus die im Zuge der o.g. Bestandsbereinigungen sukzessive ausgesonderten Akten auf.
Eine Bewertung des Bestandes fand flächendeckend insofern statt, als dass Doppelstücke auf Akten- und Einzelschriftstücksebene kassiert wurden. Darüber hinaus wurde für die Fördertabellen der Gewerkschaft Morgenstern ein repräsentativer Ausschnitt in 5-Jahres-Schritten gebildet (1899, 1904 usw.).
Im Zuge der Neuverzeichnung wurden sowohl die alten Archivsignaturen als auch auf den Unterlagen enthaltene Registratursignaturen aufgenommen; eine dem Findbuch nachgestellte Konkordanz von alter zu neuer Archivsignatur leistet hier Hilfestellung. Die Titel sowie Enthält- und Darin - Vermerke mussten z. T. korrigiert bzw. neu gebildet werden. Die Verzeichnungsintensität umfasst die einfache bis erweiterte Verzeichnung. Insgesamt wurden 1216 Akteneinheiten mit einer Laufzeit von 1867 bis 1969 aufgenommen.
Im Bestand befinden sich personenbezogene Unterlagen. Diese unterliegen gemäß Sächsischem Archivgesetz einer besonderen Schutzwürdigkeit und sind daher für die Benutzung bis zum Ablauf der jeweils angegebenen Fristen gesperrt.


Bestandsgeschichte und -bearbeitung der Karten, Pläne, Risse

Vor der Übernahme der Risse, Karten und technischen Zeichnungen des Steinkohlenarchivs Zwickau (umfasste ca. 20.000 Stk.) in das Sächsische Bergarchiv Freiberg erfolgte im Februar 1999 durch Hrn. Dr. Uwe Grandke und Hrn. Henry Zimmermann im Beisein von Hrn. Matthias Bock (GVV) die Bewertung dieser Unterlagen vor Ort in Zwickau. Hierbei handelte es sich um Riss- und Zeichnungswerke des Technisch-Historischen Archivs der Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH als Nachfolgebetrieb des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel, deren Räumlichkeiten sich in der Äußeren Schneeberger Str. 100 in Zwickau befanden.
Zum 1. Januar 1995 wurde auf Entscheid der Treuhandanstalt Berlin neben dem Bereich Kokerei / Sanierung und dem Sozialarchiv auch das Technisch-Historische Archiv aus der Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft ausgegliedert und - unter Beibehaltung o.g. Räumlichkeiten - in die Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV) - Bergwerk Zwickau übertragen.
Das Technisch-Historische Archiv fungierte als Unternehmens- und Steinkohlenarchiv aller in der DDR tätigen Steinkohlenbergbauunternehmen, deren wirtschaftsleitender Organe sowie aller Rechtsvorgänger. Die bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreichende Überlieferung umfasst insbesondere Unterlagen der VVB Steinkohle, der Steinkohlenwerke des Zwickauer Reviers August Bebel, Martin Hoop und Karl Marx, des Steinkohlenwerkes Oelsnitz, des Steinkohlenwerkes Willi Agatz (Freital), des Steinkohlenwerkes Plötz (Sachsen-Anhalt) sowie der Steinkohlenunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts vornehmlich des Zwickauer und Lugau - Oelsnitzer Reviers.
Ziel der Bewertung war die Herauslösung möglichst intakter Risssätze. Als archivwürdig wurden dabei sämtliche Abbaurisse (in der Markscheiderei erstellt), Rollrisse aus dem 19. Jahrhundert (i.d.R. als historisch bezeichnet), technische Zeichnungen über zentrale, direkt mit dem Produktionsprozess zusammenhängende Technologie und besondere Rissunterlagen (bspw. Engagement der DDR in Algerien) eingestuft.
Im Bergarchiv erfolgte die Zuordnung der übernommenen Riss- und Zeichnungswerke auf der Grundlage von z. T. unzulänglichen Findkarteien sowie Übergabelisten zu den Beständen VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop (4460 Stk.) sowie VEB Steinkohlenkokereien August Bebel (ca. 11300 Stk.) In letzteren Bestand wurden zudem sämtliche Risse zweifelhafter Provenienz eingeordnet.
Bis zu ihrer Neuerschließung war die Benutzbarkeit dieser Unterlagen im Bergarchiv mittels Ablieferungsverzeichnissen und Findkarteien sowie von Hrn. Dr. Grandke erstellten, summarischen Verzeichnissen zwar gewährleistet, eine strukturierte Recherche jedoch kaum möglich.
Auf Grund oben skizzierter Unzulänglichkeiten erfolgte von Juni bis November 2002 durch Fr. Regina Schulz im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung die Neuverzeichnung der Riss- und Zeichnungsunterlagen in der Datenbank AUGIAS - Archiv. Damit einhergehend und unter Hinzuziehung bzw. Konsultation von Hrn. Prof. Dr. Helmuth Albrecht sowie Hrn. Jens Kugler von der Bergakademie Freiberg wurden die Unterlagen einer nochmaligen Bewertung durch Hrn. Dr. Andreas Erb und Fr. Mona Harring unterzogen. Dabei wurden ca. 12.700 vorwiegend technische Detailzeichnungen und Doppelstücke kassiert.
Im Zuge der Neuverzeichnung erfolgte eine Provenienztrennung, die sich vorwiegend über den ausstellenden Betrieb bestimmt. Dabei wurden die Nachbringungs- bzw. Nachtragungsvermerke der Nachfolgebetriebe - soweit zuordnungsbar - zwar aufgenommen, blieben für die Bestandsbildung resp. Bestandsabgrenzung jedoch unberücksichtigt, wodurch sich die z. T. erhebliche Differenz zwischen der Laufzeit des Bestandes und dem tatsächlichen Bestehen des Betriebes erklärt. Es ist deshalb empfehlenswert, auch in den nachfolgenden Punkt "Korrespondierende Bestände" sowie in das Schema "Steinkohlenbergwerke in Sachsen - Revier Zwickau" Einsicht zu nehmen.


Korrespondierende Bestände

40001 Oberbergamt Freiberg
40003 Oberbergamt Freiberg - Geognostische Gang- und Landesuntersuchungs-kommission
40024-02 (Landes-)Bergamt Freiberg - Arbeiterwesen
40024-19 (Landes-)Bergamt Freiberg - Staatliches Kohlenrecht - Risse
40024-20 (Landes-)Bergamt Freiberg - Staatliches Kohlenrecht
40024-21 (Landes-)Bergamt Freiberg - Steinkohle
40024-25 (Landes-)Bergamt Freiberg - Berginspektoren
40039 Deponierte Risse zum Steinkohlenbergbau
40042 Fiskalische Risse zum Steinkohlenbergbau
40044 Generalrisse
40060 Kohlenwerksinspektion Zwickau
40098-1 VVB Steinkohle, Zwickau und Vorgänger - Akten
40098-2 VVB Steinkohle, Zwickau - Risse
40107-1 Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH - Akten
40107-2 Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH - Risse
40108 Bildmaterialien aus dem Sächsischen Steinkohlenbergbau
40112 Sächsisches Steinkohlensyndikat mbH, Zwickau
40124-1 VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop - Akten
40124-2 VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop - Risse
40112 Sächsisches Steinkohlensyndikat mbH, Zwickau
40157-1 Risssammlung Klötzer
40157-2 Winkelbücher Klötzer
40158 Bergbaulicher Verein für Zwickau und Lugau - Oelsnitz mit Vorgängern und Nachfolgern
40190-1 Erzgebirgischer Steinkohlen-Aktienverein - Akten
40190-2 Erzgebirgischer Steinkohlen-Aktienverein - Risse
40191-1 Steinkohlenbauvereine des Zwickauer Reviers - Akten
40191-2 Steinkohlenbauvereine des Zwickauer Reviers - Risse


Literaturhinweise

Schumann/Schiffner, Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen, 13. Bd., Zwickau 1826, S. 407- 411
Schumann/Schiffner, Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen, 5. Supplementband, Zwickau 1833, S. 1033- 1034
Emil Herzog, Geschichte des Zwickauer Steinkohlenbergbaues, Dresden 1852
R.F. Koettig, Geschichtliche, technische und statistische Notizen über den Steinkohlen-Bergbau Sachsens, Leipzig 1861
Eckardt, August, Der Steinkohlenbergbau im Zwickauer und Lugau - Oelsnitzer Revier (Vortrag), Zwickau 1917
Festschrift des Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienvereins aus Anlass des 25. Dienstjubiläums von Direktor Jobst, Zwickau 1924
Kaestner, Hellmuth, Die Entwicklung der sozialen Versicherung im sächsischen Steinkohlenbergbau mit anschließender Berücksichtigung aktueller Fragen der Sozialversicherung, Diss. Univ. Tübingen, Zwickau 1928
Waldemar May, Otto Stutzer, August Eckhard, 75 Jahre Gemeinschaftsarbeit der Sächsischen Steinkohlenwerke, Zwickau 1936
Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen, versch. Jge.
Klaus Hertel, Chronik der Zwickauer und Lugau - Oelsnitzer Steinkohlenwerke von ihrer Gründung an bis 1945, o.O. 1980 (masch.)
Werner Döhler, Die ökonomische Lage der Zwickauer Bergarbeiter im vorigen Jahrhundert, Leipzig 1963 (= Freiberger Forschungshefte: Kultur und Technik, D 45)
Der Steinkohlenbergbau im Zwickauer Revier, hrsg. vom Steinkohlenbergbauverein Zwickau e.V., Zwickau 2000
Die Bestände des sächsischen Bergarchivs Freiberg, Halle 2003
Silber Kohle Uran - Bergbau um Zwickau. Katalog einer Ausstellung in den Priesterhäusern Zwickau, Zwickau 2003


Freiberg, 17.12.2002 (Risse), 21.07.2005 (Akten)
M. Harring

Akten: Anlage und Kapital.- Verwaltung.- Belegschaft.- Allgemeine Betriebsangelegenheiten.- Über Tage.- Unter Tage.- Verkauf und Abgabe.

Risse: Generalia.- Grund- und Saigerrisse, Urrisse.- Flach- und Spezialrisse.- Grubenfelder.- Tagegegenden, Lagepläne, Übersichtspläne und -risse, Flurkarten.- Maschinen, Anlagen Werkzeug und Geräte.- Gebäude.- Straßen und Eisenbahn.- Grafische und bildliche Darstellungen, Diagramme.
Das Steinkohlenwerk Morgenstern war eine Familiengründung des Markscheiders Gotthelf Anton Wiede und dessen Schwiegermutter Johanne Dorothea Sarfert, Eigentümerin des Steinkohlenwerks Carl Gotthilf Sarferts Erben, aus dem Jahre 1867. Im gleichen Jahr wurde der Morgensternschacht I abgeteuft, dem 1872 ein zweiter folgte. Übertage entstanden eine Kokerei und eine Brikettfabrik. 1889 wandelte man das Unternehmen in eine Gewerkschaft um, die zwei Jahre später 755 Beschäftigte zählte. Durch den Erwerb weiterer Kohlenfelder wurde 1900 der Bau eines dritten Morgensternschachtes erforderlich, der mit 1082 Meter Teufe damals der tiefste Schacht in Deutschland war. 1909 wurde die Förderung auf Schacht I eingestellt. Die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Zwickauer-Brückenberg-Steinkohlenbau-Verein mündete in eine Fusion beider Unternehmen, die mit dem 1. Januar 1920 in Kraft trat, sie aber als getrennte Betriebsabteilungen bestehen ließ. Im gleichen Jahr wurde Schacht IV als Wetterschacht abgeteuft. Die Belegschaft erreichte 1923 eine Stärke von knapp 5000. 1930 erwarb die Gewerkschaft Morgenstern das Steinkohlenwerk Florentin Kästner & Co. in Reinsdorf, das wie der Brückenberg-Steinkohlenbau-Verein als selbständige Betriebsabteilung weiterexistierte. Während 1938 noch Schacht V abgeteuft werden konnte, blieb Schacht VI infolge der Kriegsereignisse unvollendet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gewerkschaft Morgenstern als VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop weitergeführt.
  • 2002 | Findbuch/Datenbank (Risse)
  • 2005/2011 | Findbuch/Datenbank (Akten)
  • 2020-09-16 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.1
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