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Beständeübersicht

Bestand

40114 VEB Steinkohlenwerk und -kokereien August Bebel Zwickau

Datierung1913 - 1992
Benutzung im Bergarchiv Freiberg
Umfang (nur lfm)48,74
Betriebsgeschichte

Der VEB Steinkohlenwerk August Bebel war nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienverein hervorgegangen und gehörte der VVB Steinkohle Zwickau an.
Auf Grund nur noch geringer Kohlenvorräte - der Abbau endete Anfang 1951 - lag sein Schwerpunkt in der Betreibung der Kokerei, welche seit 1954 kontinuierlich ausgebaut wurde. Die Einsatzkohle hierfür wurde vom VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop sowie teilweise aus dem Ausland geliefert, seit Einstellung der Kohlenförderung im Zwickauer Revier 1977 dann ausschließlich aus der Sowjetunion, Polen und Tschechien, aber auch aus den USA, der Bundesrepublik sowie Mocambique importiert. Für die Gaslieferungen an das Gaswerk Zwickau ging das August-Bebel-Werk einen Verbundbetrieb mit dem VEB Steinkohlenwerk Karl Marx ein. 1968 wurden die Kokerei und das Kraftwerk des im gleichen Jahr aufgelösten und als Betriebsteil des VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop weitergeführten Karl-Marx-Werkes übernommen.
Am 31. Dezember 1977 wurde die VVB Steinkohle Zwickau aufgelöst und der VEB Steinkohlenwerk August Bebel, dessen juristische Selbständigkeit am gleichen Tag erlosch, zum 1. Januar 1978 als VEB Steinkohlenkokereien August Bebel dem VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe angegliedert. Auch die juristische Selbständigkeit des Martin-Hoop-Werkes endete zum Ablauf des Jahres 1977, und im unmittelbaren Anschluss daran erfolgte dessen Eingliederung in den VEB Steinkohlenkokereien als Betriebsteil Martin Hoop. Der Betrieb umfasste nun im Wesentlichen die Kokerei und das Kraftwerk in Zwickau-Schedewitz (ehemals August- Bebel-Werk), das Kraftwerk Karl Marx, die Anlagen zur Kohlewertstoffverarbeitung am Brückenberg (ehemals Karl-Marx-Werk), das Heizwerk Martin Hoop sowie den Anschlussbahnbetrieb.
Im Juni 1990 erfolgte die Umwandlung des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel in die Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft, die Anfang 1995 der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH als Bergwerk Zwickau angegliedert wurde.

Bestandsgeschichte und -bearbeitung der Akten
Zum 1. Januar 1995 wurde auf Entscheid der Treuhandanstalt Berlin neben dem Bereich Kokerei / Sanierung und dem Sozialarchiv auch das Technisch-Historische Archiv aus der Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft ausgegliedert und - unter Beibehaltung o. g. Räumlichkeiten - in die Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV) - Bergwerk Zwickau übertragen. Diese übergab die Unterlagen im Zeitraum 1999 bis 2002 an das Bergarchiv Freiberg, wo der gesamte Bestand, zunächst ohne Trennung der einzelnen Provenienzen, unter der Signatur 40107 geführt wurde.
Das Technisch-Historische Archiv der EStEG fungierte als Unternehmens- und Steinkohlenarchiv aller in der DDR tätigen Steinkohlenbergbauunternehmen, deren wirtschaftsleitender Organe sowie aller Rechtsvorgänger. Die bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreichende Überlieferung umfasste insbesondere Unterlagen der VVB Steinkohle, der Steinkohlenwerke des Zwickauer Reviers August Bebel, Martin Hoop und Karl Marx, des Steinkohlenwerkes Oelsnitz, des Steinkohlenwerkes Willi Agatz (Freital), des Steinkohlenwerkes Plötz (Sachsen-Anhalt) sowie der Steinkohlenunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts vornehmlich des Zwickauer und Lugau-Oelsnitzer Reviers.
Bis zu ihrer Neuerschließung war die Benutzbarkeit dieser Unterlagen im Bergarchiv mittels Ablieferungsverzeichnissen und Findkarteien sowie von Hrn. Dr. Grandke erstellten, summarischen Verzeichnissen zwar gewährleistet, eine strukturierte Recherche jedoch kaum möglich.


Nach der Übernahme des Bestandes 40107 wurde ab 2002 mit der Bestandtrennung begonnen, Vorläuferprovenienzen herausgelöst und den jeweiligen Beständen zugeordnet.
2005 erfolgte die Bewertung des nunmehr fast nur noch aus Akten des VEB Steinkohlenwerk und -kokereien August Bebel Zwickau bestehendes Bestandes. Diese konnte auf Grund ungenauer Angaben in den Ablieferungsverzeichnissen nur durch Einzelbewertung vorgenommen werden.
Bei der Bearbeitung des nun vorliegenden Bestandes 40114-1 ist eine erweiterte Verzeichnung der Akten vorgenommen worden. Zusätzlich fanden folgende Angaben Eingang: alte Archivsignatur (Kartonnummer aus der Abgabegemeinschaft EStEG), Registratursignatur, Datierung, Darin-Vermerke für abweichende Archivaliengattungen, Bandzahl und mögliche Schäden am Archivgut.
Die Gliederung orientiert sich an der Struktur des Betriebes. Klassifikationspunkt 1 bildet dabei die Werkleitung mit den ihr direkt unterstellten Bereichen, die Punkte 2 bis 4 die ihr nachgeordneten Direktoren für Ökonomie, Produktion und Technik, Wissenschaft und Technik mit den jeweils ihnen unterstellten Abteilungen und Bereichen. Anschließend wurden die Archivalien der Massenorganisationen, Einrichtungen sowie die Betriebszeitungen verzeichnet.
Der Bestand bietet sowohl für die Aufarbeitung der Geschichte des Steinkohlenbergbaus um Zwickau als auch der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter in der DDR-Zeit eine wertvolle Überlieferung. Ebenso kann die Zusammenarbeit mit der VR Mosambik (Personal und Technik) v. a. zu Beginn der 1980er Jahre anhand des Bestandes nachvollzogen werden.
Einige Akten unterliegen datenschutzrechtlichen Einschränkungen und können nicht vorgelegt werden.
Das beigefügte Abkürzungsverzeichnis löst die im Findbuch verwendeten Abkürzungen auf.


Bestandsgeschichte und -bearbeitung der Risse
Vor der Übernahme der Risse, Karten und technischen Zeichnungen des Steinkohlenarchivs Zwickau (umfasste ca. 20.000 Stk.) in das Sächsische Bergarchiv Freiberg erfolgte im Februar 1999 durch Hrn. Dr. Uwe Grandke und Hrn. Henry Zimmermann im Beisein von Hrn. Matthias Bock (GVV) die Bewertung dieser Unterlagen vor Ort in Zwickau. Hierbei handelte es sich um Riss- und Zeichnungswerke des Technisch-Historischen Archivs der Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH als Nachfolgebetrieb des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel, deren Räumlichkeiten sich in der Äußeren Schneeberger Str. 100 in Zwickau befanden.
Zum 1. Januar 1995 wurde auf Entscheid der Treuhandanstalt Berlin neben dem Bereich Kokerei / Sanierung und dem Sozialarchiv auch das Technisch-Historische Archiv aus der Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft ausgegliedert und - unter Beibehaltung o.g. Räumlichkeiten - in die Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV) - Bergwerk Zwickau übertragen.
Das Technisch-Historische Archiv fungierte als Unternehmens- und Steinkohlenarchiv aller in der DDR tätigen Steinkohlenbergbauunternehmen, deren wirtschaftsleitender Organe sowie aller Rechtsvorgänger. Die bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreichende Überlieferung umfasst insbesondere Unterlagen der VVB Steinkohle, der Steinkohlenwerke des Zwickauer Reviers August Bebel, Martin Hoop und Karl Marx, des Steinkohlenwerkes Oelsnitz, des Steinkohlenwerkes Willi Agatz (Freital), des Steinkohlenwerkes Plötz (Sachsen-Anhalt) sowie der Steinkohlenunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts vornehmlich des Zwickauer und Lugau-Oelsnitzer Reviers.
Ziel der Bewertung war die Herauslösung möglichst intakter Risssätze. Als archivwürdig wurden dabei sämtliche Abbaurisse (in der Markscheiderei erstellt), Rollrisse aus dem 19. Jahrhundert (i.d.R. als historisch bezeichnet), technische Zeichnungen über zentrale, direkt mit dem Produktionsprozess zusammenhängende Technologie und besondere Rissunterlagen (bspw. Engagement der DDR in Algerien) eingestuft.
Im Bergarchiv erfolgte die Zuordnung der übernommenen Riss- und Zeichnungswerke auf der Grundlage von z.T. unzulänglichen Findkarteien sowie Übergabelisten zu den Beständen VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop (4460 Stk.) sowie VEB Steinkohlenkokereien August Bebel (ca. 11300 Stk.) In letzteren Bestand wurden zudem sämtliche Risse zweifelhafter Provenienz eingeordnet.
Bis zu ihrer Neuerschließung war die Benutzbarkeit dieser Unterlagen im Bergarchiv mittels Ablieferungsverzeichnissen und Findkarteien sowie von Hrn. Dr. Grandke erstellten, summarischen Verzeichnissen zwar gewährleistet, eine strukturierte Recherche jedoch kaum möglich.
Auf Grund oben skizzierter Unzulänglichkeiten erfolgte von Juni bis November 2002 durch Fr. Regina Schulz im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung die Neuverzeichnung der Riss- und Zeichnungsunterlagen in der Datenbank AUGIAS-Archiv. Damit einhergehend und unter Hinzuziehung bzw. Konsultation von Hrn. Prof. Dr. Helmuth Albrecht sowie Hrn. Jens Kugler von der Bergakademie Freiberg wurden die Unterlagen einer nochmaligen Bewertung durch Hrn. Dr. Andreas Erb und Fr. Mona Harring unterzogen. Dabei wurden ca. 12.700 vorwiegend technische Detailzeichnungen und Doppelstücke kassiert.
Im Zuge der Neuverzeichnung erfolgte eine Provenienztrennung, die sich vorwiegend über den ausstellenden Betrieb bestimmt. Dabei wurden die Nachbringungs- bzw. Nachtragungsvermerke der Nachfolgebetriebe - soweit zuordenbar - zwar aufgenommen, blieben für die Bestandsbildung resp. Bestandsabgrenzung jedoch unberücksichtigt, wodurch sich die z.T. erhebliche Differenz zwischen der Laufzeit des Bestandes und dem tatsächlichen Bestehen des Betriebes erklärt. Es ist deshalb empfehlenswert, auch in den nachfolgenden Punkt "Korrespondierende Bestände" sowie in das Schema "Steinkohlenbergwerke in Sachsen - Revier Zwickau" Einsicht zu nehmen.


Korrespondierende Bestände

Sächsisches Staatsarchiv, Bergarchiv Freiberg

40098-1 VVB Steinkohle, Zwickau und Vorgänger - Akten
40098-2 VVB Steinkohle, Zwickau - Risse
40107-1 Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH - Akten
40107-2 Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH - Risse
40114-1 VEB Steinkohlenwerk und -kokereien August Bebel, Zwickau - Akten
40119-1 VEB Steinkohlenwerk Karl Marx, Zwickau - Akten
40119-2 VEB Steinkohlenwerk Karl Marx, Zwickau - Risse
40124-1 VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop - Akten
40124-2 VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop - Risse
40190-1 Erzgebirgischer Steinkohlen-Aktienverein - Akten
40190-2 Erzgebirgischer Steinkohlen-Aktienverein - Risse

Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz:

32278 SED-GO VEB Steinkohlenwerk August Bebel Zwickau

Bundesarchiv:

DG 12 Ministerium für Kohle und Energie


Literaturhinweise

Eine wissenschaftliche Aufbereitung der Geschichte des VEB Steinkohlenwerkes und -kokereien August Bebel existiert nicht
Gleichwohl finden sich nützliche Informationen in folgender Publikation:
Der Steinkohlenbergbau im Zwickauer Revier, hrsg. vom Steinkohlenbergbauverein Zwickau, Zwickau 2000

Freiberg, 17.12.2002 (Risse: Mona Harring); 25.09.2006 (Akten: D. Etzold)

Abkürzungsverzeichnis:

ABS Arbeits- und Betriebssicherheit
ABW August Bebel Werk
AG Arbeitsgruppe
AGL Abteilungsgewerkschaftsleitung
AK Arbeitskreis
ATG Automobiltechnische Gesellschaft
BHT-Koks Braunkohlenhochtemperaturkoks
BL Betriebsleiter
BMK Bau- und Montagekombinat
BPO Betriebsparteiorganisation
BRD Bundesrepublik Deutschland
BSG Betriebssportgemeinschaft
BT Betriebsteil
BVE Braunkohlenveredelung
CAM computer-aided manufacturing (computerunterstütztes Fertigen)
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands
CO Kohlenmonoxid
CSSR Ceskoslovenská socialistická republika (Tschechoslowakische Sozialistische Republik)
DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
DHZ Deutsche Handelszentrale
DKP Deutsche Kommunistische Partei
DRK Deutsches Rotes Kreuz
DSF (Gesellschaft für) Deutsch-Sowjetische Freundschaft
e. V. eingetragener Verein
EDV Elektronische Datenverarbeitung
eGmbH eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung
EKM Volkseigene Betriebe für Energie- und Kraftmaschinen
EStAV Erzgebirgischer Steinkohlenabbauverein
Fa. Firma
FDGB Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
FDJ Freie Deutsche Jugend
FDP Freie Demokratische Partei
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GST Gesellschaft für Sport und Technik
HO Handelsorganisation
HV Hauptverwaltung
IBM International Business Machines
IG Industriegewerkschaft
IV Industrieverwaltung
KdT Kammer der Technik
KG Kommanditgesellschaft
KL Kaufmännischer Leiter
KL Kreisleitung
kN Kilonewton
LPG Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft
M Mark
MMM Messe der Meister von Morgen
MVN Materialverarbeitungsnorm
NAW Nationales Aufbauwerk
NSW Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet
NVA Nationale Volksarmee
ORZ Operatives Rechenzentrum
PGH Produktionsgenossenschaft des Handwerks
PKM Projektierungs-, Konstruktions- und Montagebüro
PKW Personenkraftwagen
RFT Rundfunk- und Fernmeldetechnik
SDAG Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft
SED Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
SMAD Sowjetische Militäradministration in Deutschland
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
TAKRAF VVB Tagebauausrüstungen, Krane und Förderanlagen
TAN Technische Arbeitsnorm
TO Teilobjekt
TWK Technisch-wirtschaftliche Kennziffern
UdSSR Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
USA United States of America
VE volkseigen
VEB Volkseigener Betrieb
VPKA Volkspolizeikreisamt
VR Volksrepublik
VVB Vereinigung volkseigener Betriebe
WAO Wissenschaftliche Arbeitsorganisation
z. T. zum Teil
ZV Zivilverteidigung


Akten: Werksleitung.- Personalangelegenheiten.- Rechtsangelegenheiten.- Technische Kontrollorganisation.- Betriebssicherheit, Unfälle und medizinische Betreuung.- Hauptbuchhaltung.- Steinkohle Mosambik.- Direktor für Ökonomie.- Planung.- Kommerzielle Angelegenheiten.- Arbeitsökonomie, Sozialökonomie.- Finanzen und Rechnungswesen, Preise.- Sozialistische Wirtschaftsführung/Rechenstation.- Direktor für Produktion und Technik.- Kokerei.- Energetik.- Anschlussbahn.- Technik.- Grubenbetrieb.- Konsumgüterproduktion.- Kraftwerk.- Hauptmechanik.- Direktor für Wissenschaft und Technik.- Betriebsgewerkschaftsleitung.- Freie Deutsche Jugend.- Gesellschaft für Sport und Technik.- Nationales Aufbauwerk.- Klubhaus Steinkohle.- Betriebspoliklinik, Bergbaupoliklinik.- Betriebszeitungen.- Verwahrung / Sanierung, auch Freitaler Revier.
Risse: Grund- und Saigerrisse.- Flach- und Spezialrisse.- Tagegegenden, Lagepläne, Übersichtspläne und -risse, Flurkarten.- Maschinen, Anlagen, Werkzeug und Geräte.- Gebäude.- Straßen und Eisenbahn.- Grafische und bildliche Darstellungen, Diagramme.
Der VEB Steinkohlenwerk August Bebel war zum 1. Januar 1949 aus dem Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienverein hervorgegangen und unterstand der VVB Steinkohle Zwickau.
Aufgrund nur noch geringer Kohlenvorräte - der Abbau endete Anfang 1951 - lag sein Schwerpunkt in der Betreibung der Kokerei, welche seit 1954 kontinuierlich ausgebaut wurde. Die Einsatzkohle hierfür wurde vom VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop sowie teilweise aus dem Ausland geliefert, seit Einstellung der Kohlenförderung im Zwickauer Revier 1977 dann ausschließlich aus der Sowjetunion, Polen und Tschechien, aber auch aus den USA, der Bundesrepublik sowie Mocambique importiert. Für die Gaslieferungen an das Gaswerk Zwickau ging das August-Bebel-Werk einen Verbundbetrieb mit dem VEB Steinkohlenwerk Karl Marx ein. Später wurden die Kokerei und das Kraftwerk des seit 1968 im VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop als Betriebsteil weitergeführten Karl-Marx-Werkes übernommen.
Am 31. Dezember 1977 wurde die VVB Steinkohle Zwickau aufgelöst und der VEB Steinkohlenwerk August Bebel, dessen juristische Selbständigkeit am gleichen Tag erlosch, zum 1. Januar 1978 als VEB Steinkohlenkokereien August Bebel dem VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe angegliedert. Auch die juristische Selbständigkeit des Martin-Hoop-Werkes endete zum Ablauf des Jahres 1977 und im unmittelbaren Anschluss daran erfolgte dessen Eingliederung in den VEB Steinkohlenkokereien als Betriebsteil Martin Hoop. Der Betrieb umfasste nun im Wesentlichen die Kokerei und das Kraftwerk in Zwickau-Schedewitz (ehemals August- Bebel-Werk), das Kraftwerk Karl Marx, die Anlagen zur Kohlewertstoffverarbeitung am Brückenberg (ehemals Karl-Marx-Werk), das Heizwerk Martin Hoop sowie den Anschlussbahnbetrieb.
Im Juni 1990 erfolgte die Umwandlung des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel in die Erzgebirgische Steinkohlen-Energiegesellschaft, die Anfang 1995 der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH als Bergwerk Zwickau angegliedert wurde.
  • 2002 | Findbuch/Datenbank (Risse)
  • 2006, 2011 | Findbuch/Datenbank (Akten)
  • 2020-09-16 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.1
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