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Frequently Asked Questions (FAQ)

Im hiesigen Themenportal »Archivwesen« finden Sie als Archivnutzer Informationen rund um die Nutzung von Archivgut. Im parallel vorgehaltenen Verwaltungsportal zum »Sächsischen Staatsarchiv« erhalten Sie als Archivnutzer sowie als Behörde bzw. abgebende Stelle Informationen zu Auftrag und Funktionsweise des Staatsarchivs als Behörde.

Grundsätzlich hat jeder das Recht, Archivgut zu nutzen. Weitere Informationen zum Archivgesetz für den Freistaat Sachsen und zur Benutzungsverordnung finden Sie unter angegebenen Links.

Eine persönliche Benutzung im Lesesaal ist kostenfrei. Über bestimmte kostenpflichtige Leistungen (z. B. Kopien) informiert die Sächsische Archivgebührenverordnung.

Eine Arbeitsplatzreservierung ist nicht nötig. Im Staatsarchiv Leipzig empfiehlt sich eine Anmeldung für die Nutzung der Filmlesegeräte.

Für eine Vorbestellung von Archivgut bzw. damit zu planender Besuch empfiehlt sich vorab eine Kontaktaufnahme.

Ja, es gibt Stromanschlüsse direkt am Arbeitsplatz. Ein Internetzugang ist aus rechtlichen Gründen nur sehr eingeschränkt an unseren Recherche-PCs möglich.

Archivalien sind Unikate. Eine Ausleihe ist aus Gründen der Bestandserhaltung und zur Vermeidung des Verlustes nicht möglich.

Eine kurze Übersicht über archivische Fachbegriffe finden Sie unter der Rubrik »Wichtige Begriffe«. Eine ausführlichere Terminologie bietet zum Beispiel die Archivschule Marburg.

Schutzfristen sind gesetzlich festgelegte Zeiträume, in denen Archivgut im Regelfall nicht benutzt werden kann. Die Schutzfristen dienen beispielsweise dem Schutz von Persönlichkeitsrechten oder dem Schutz der Arbeit der Verwaltung.

Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit vorgesehen, Schutzfristen im Einzelfall zu verkürzen.

Die allgemeine Schutzfrist kann verkürzt werden, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt. Der Begriff »öffentliches Interesse« ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und muss im Einzelfall inhaltlich ausgefüllt und abgewogen werden. »Öffentliches Interesse« kann z. B. bei der Förderung der wissenschaftlichen Forschung bestehen.

Die personenbezogenen Schutzfristen können in zwei Fällen verkürzt werden: Für wissenschaftliche Forschungsvorhaben muss im Einzelfall das öffentliche Interesse am Forschungsvorhaben gegen den Eingriff in die schutzwürdigen Belange der Person, auf die sich das Archivgut bezieht, abgewogen werden. Zur Wahrnehmung eigener berechtigter Belange müssen diese Belange gegen die Eingriffe in die schutzwürdigen Belange der Person, auf die sich das Archivgut bezieht,  abgewogen werden. Berechtige Belange können beispielsweise die Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche vor Gericht oder auch die Suche nach den eigenen Vorfahren sein.

Die Schutzfrist nach Geheimhaltungsvorschriften kann analog zur allgemeinen Schutzfrist verkürzt werden. Gegebenenfalls sind bundesrechtliche Besonderheiten zu beachten.

Das Staatsarchiv kann die Verkürzung von Schutzfristen mit Auflagen verbinden. So kann zum Beispiel die anonymisierte Verwendung von personenbezogenen Daten vorgeschrieben werden.

Um Schutzfristen verkürzen lassen zu können, müssen Sie beim Sächsischen Staatsarchiv einen Antrag auf Schutzfristenverkürzung stellen. Ein Antragsformular erhalten Sie im Lesesaal oder online. Sollten Sie beim Ausfüllen des Antrags unsicher sein, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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